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  • Trump heute auf Demo in Washington: Ansprache an seine Anhänger über massiven Wahlbetrug - Anführer von Proud Boys der Stadt verwiesen

Trump will bei Demonstration in Washington sprechen - Anführer von Proud Boys der Stadt verwiesen

  • Am Mittwoch wird der Kongress Joe Biden als neuen US-Präsidenten bestätigen.
  • In Washington D.C. wollen Trump-Anhänger dagegen demonstrieren.
  • Der will sich mit einer Ansprache sogar selbst an die Protestierenden wenden und seine Behauptung des massiven Wahlbetrugs erneut vorbringen.
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Washington. Der abgewählte US-Präsident Donald Trump will sich bei den für Mittwoch in Washington geplanten Protesten gegen das Wahlergebnis persönlich an seine Anhängern wenden. „Ich werde morgen bei der Rettet-Amerika-Demonstration sprechen“, kündigte der Republikaner am Dienstagabend (Ortszeit) auf Twitter an. Seine Ansprache ist demnach für 11 Uhr (Ortszeit/17 Uhr MEZ) geplant. Zwei Stunden später will der US-Kongress zusammenkommen, um die Ergebnisse der Präsidentenwahl in den Bundesstaaten vom 3. November zu zertifizieren. Der Demokrat Joe Biden hat die Wahl nach den offiziellen Ergebnissen der Bundesstaaten klar gewonnen.

Bereits am Dienstag versammelten sich Anhänger Trumps in Washington. Im Zentrum der Hauptstadt kamen mehrere Hundert Demonstranten zusammen. Washingtons Bürgermeisterin Muriel Bowser forderte Hauptstadtbewohner dazu auf, Konfrontationen mit gewaltbereiten Demonstranten zu vermeiden. Sie riet ausdrücklich dazu, dem Gebiet der geplanten Proteste in der Nähe des Weißen Hauses am Mittwoch fernzubleiben.

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Anführer der Proud Boys der Stadt verwiesen

Ausgeschlossen von der Demonstration ist der Anführer der rechtsextremen Gruppe Proud Boys. Ein Gericht verbot dem 36-jährigen Henry „Enrique“ Tarrio am Dienstag, den Hauptstadtbezirk zu betreten. Dort war er tags zuvor festgenommen worden, weil ihm Sachbeschädigung bei der letzten Demo im Dezember vorgeworfen wird.

Die Gruppe Proud Boys hatte international Bekanntheit erlangt, als Trump in einer Fernsehdebatte gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden im September gesagt hatte: „Proud Boys - haltet euch zurück und haltet euch bereit“. Kritiker hatten das als Aufruf zur Gewalt nach einer Wahlniederlage Trumps interpretiert.

Trump hält an seinen unbelegten Behauptungen fest, dass Biden nur durch massiven Betrug siegen konnte. Einige Dutzend republikanische Mitglieder des Repräsentantenhauses und mehrere republikanische Senatoren kündigten deswegen an, Wahlergebnisse aus bestimmten wichtigen Bundesstaaten nicht bestätigen zu wollen. Damit dürfte es zu mehreren Debatten und Abstimmungen in den beiden Parlamentskammern kommen, bei denen jedoch am Ende eine klare Mehrheit für die Bestätigung der Ergebnisse als sicher gilt. Biden soll am 20. Januar als Nachfolger Trumps vereidigt werden.

RND/dpa

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