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Trump fordert neuartige Raketenabwehr

Fordert milliardenschwere Investitionen in neue Raketentechniken: Donald Trump.

Washington. Es ist ein düsterer Auftritt. Als Donald Trump am Donnerstag vor die führenden Offizieren des Pentagons tritt, sollte eigentlich nur die Fortschreibung der US-Verteidigungsstrategie beschrieben werden. Tatsächlich aber kündigt der US-Präsident einen tiefgreifenden Einschnitt an: Angesichts wachsender Bedrohungen müsste die Raketenabwehr auf eine völlig neue Grundlage gestellt werden.

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Mancher ältere Offizier fühlt sich an 1983 erinnert, als der damalige Präsident Ronald Reagan den Aufbau eines Abwehrschirms gegen Interkontinentalraketen ankündigte. Auch Trump beschreibt bei seinem Kurzbesuch im Verteidigungsministerium ein Ziel, von dem die Militärs bisher noch weit entfernt sind. Geht es nach dem Chef des Weißen Hauses, soll es schon bald möglich sein, Hyperschall-Waffen an jedem Ort der Erde zu bekämpfen.

Schnelle Antwort auf Moskaus neue Hyperschall-Raketen

Ohne den Namen zu erwähnen, will Trump offenbar eine Antwort auf seinen russischen Kollegen geben, der zu Weihnachten von der „erfolgreichen“ Entwicklung von Raketen sprach, die mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit fliegen und eine nicht vorhersehbare Flugbahn besitzen würden.

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Trump spricht nun davon, das US-Militär in die Lage zu versetzen, Raketen dieser Art in allen Regionen der Welt bekämpfen zu können. Es reiche nicht aus, so der Präsident, mit den Feinden Schritt halten. Vielmehr müssten die Vereinigten Staaten mehrere Schritte voraus sein.

Lesen Sie auch: „Trump zielt auf Russland, meint China – und trifft Europa“

Wie es im Pentagon heißt, werde an Sensoren geforscht, die sich im All stationieren lassen, um Raketenstarts frühzeitig zu erkennen.

Aufrüstung im All bleibt ein Tabu

Überlegungen zu Laserkanonen, mit denen sich Raketen aus dem Weltraum heraus bekämpfen ließen, gebe es dagegen nicht. In Washingtoner Regierungskreisen wird bisher stets betont, dass es keinerlei Vorhaben gebe, Waffen dieser Art tatsächlich zu entwickeln oder zu bauen.

Vor Trumps Rede hatte der amtierende Verteidigungsminister Patrick Shanahan auf Gefahren durch Nordkorea, den Iran, Russland sowie China hingewiesen. Vor allem Nordkoreas Raketen würden große Sorgen bereiten, auch wenn es auf diplomatischer Ebene erste Verbesserungen gebe.

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Trump fordert erneut höhere Beiträge von NATO-Partnern

Zu Beginn seiner Rede hatte Trump am Donnerstag die Bedeutung der NATO hervorgehoben und betont, dass die USA zu „hundert Prozent“ hinter dem Bündnis stehe. Im gleichen Atemzug mahnte der „Commander in Chief“ allerdings die Partnerländer an, ihre Verteidigungsetats deutlich zu erhöhen: „Wir können nicht die Idioten der anderen sein“, wiederholte er seinen Vorwurf, andere Mitglieder der Militärallianz würden sich von den Vereinigten Staaten beschützen lassen, ohne selbst einen ausreichenden Beitrag zu leisten. Ausdrücklich erwähnte Trump Deutschland, das sich trotz seines wirtschaftlichen Wohlstandes zu wenig um die eigene Sicherheit kümmere.

Von Stefan Koch/RND

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