Trump fordert jetzt von China Ermittlungen gegen Biden

  • Der US-Präsident hat die Ukraine wieder zu Ermittlungen gegen Joe Biden aufgerufen.
  • Gleichzeitig weitet er seine Vorwürfe gegen den Demokraten aus.
  • Denn auch in China seien ebenso „schlimme“ Dinge passiert.
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Washington. Donald Trump hat offenbar noch nicht genug Ärger am Hals: Trotz eines drohenden Amtsenthebungsverfahrens hat US-Präsident die Ukraine und China offen zu Untersuchungen gegen seinen politischen Rivalen Joe Biden und dessen Sohn ermuntert. Trump sagte am Donnerstag vor Reportern im Garten des Weißen Hauses mit Blick auf die Ukraine: „Ich würde denken, wenn sie ehrlich wären, würden sie eine umfassende Untersuchung der Bidens einleiten.“

Wäre er anstelle des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, „würde ich das sicherlich empfehlen“. Er fügte hinzu: „Und übrigens: China sollte ebenfalls eine Untersuchung der Bidens beginnen. Denn was in China passierte, ist genau so schlimm wie das, was mit der Ukraine geschehen ist.“ Trump behauptet, dass Hunter Biden ein Geschäft für einen Fonds eingefädelt habe, als er seinen Vater Ende 2013 auf einer offiziellen Reise nach China begleitete. Trump hat für keine seiner Anschuldigungen Belege vorgelegt.

Er geht sogar noch weiter: Er schließt es nicht aus, auch im direkten Kontakt mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping auf Ermittlungen gegen die Bidens zu pochen. Das sei ein Schritt, „über den man anfangen könnte, nachzudenken“.

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Trump gegen die Demokraten

Trump beschuldigt Biden, sich als US-Vizepräsident um die Entlassung des ukrainischen Generalstaatsanwalts bemüht zu haben, um Bidens Sohn Hunter vor der Justiz zu schützen. Hunter Biden war bei einem ukrainischen Gaskonzern tätig, gegen den zwischenzeitlich wegen angeblich krummer Geschäfte ermittelt wurde.

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Empörung: Trump will Ermittlungen gegen Biden in China
1:12 min
US-Präsident Donald Trump hat mit einer Forderung nach Untersuchungen in China gegen seinen politischen Rivalen Joe Biden Empörung hervorgerufen.  © dpa

Die Demokraten werfen dem Republikaner Trump vor, Selenskyj in einem Telefonat Ende Juli unter Druck gesetzt zu haben, um Ermittlungen zu erwirken, die Joe Biden schaden würden. Die Demokraten im Repräsentantenhaus haben deswegen Untersuchungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Trump begonnen. Trump weist die Vorwürfe zurück. Am Donnerstag betonte er erneut, sein Telefonat mit Selenskyj sei „absolut perfekt“ gewesen.

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Biden: „Sie werden mich nicht zerstören“

Joe Biden hatte die Angriffe Trumps am Mittwoch (Ortszeit) in ungewöhnlich scharfer Form zurückgewiesen. „Sie werden mich nicht zerstören“, sagte Biden unter Applaus bei einem Wahlkampfauftritt in Reno im Bundesstaat Nevada an die Adresse Trumps. „Und Sie werden meine Familie nicht zerstören. Es ist mir egal, wie viel Geld Sie ausgeben, Herr Präsident, oder wie dreckig Ihre Angriffe werden.“

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Die Demokraten trieben ihre Untersuchungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Trump unterdessen weiter voran. Am Donnerstag sollte der bisherige Sondergesandte für die Ukraine, Kurt Volker, vor dem Geheimdienstausschuss im Repräsentantenhaus hinter verschlossenen Türen aussagen. Volker hat nach US-Medienberichten seinen Rücktritt eingereicht.

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