Trump droht der Türkei mit wirtschaftlicher Zerstörung

  • Nach dem begonnenen Abzug von US-Truppen aus Nordsyrien hat Trump nun der Türkei gedroht.
  • Auf Twitter schrieb er, er werde die türkische Wirtschaft vollständig zerstören, wenn das Land etwas unternehme, was er für tabu halte“.
  • Damit spielte er offenbar auf eine mögliche Militäroperation der Türkei gegen die kurdisch dominierten Milizen in Nordsyrien an.
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Washington. Angesichts massiver Kritik an dem von ihm angekündigten Rückzug der US-Truppen aus Nordsyrien hat US-Präsident Donald Trump der Türkei gedroht. „Wenn die Türkei irgendetwas unternimmt, was ich in meiner großartigen und unvergleichlichen Weisheit für tabu halte, werde ich die türkische Wirtschaft vollständig zerstören und auslöschen“, schrieb er am Montag auf Twitter.

Trump machte nicht deutlich, was genau gegen seine „Weisheit“ verstoßen würde. In einer Antwort auf seinen eigenen Tweet schrieb er außerdem, die USA hätten mehr getan, als irgendjemand hätte erwarten können, „inklusive der Einnahme von 100 Prozent des IS-Kalifats“. Nun sei die Zeit gekommen, dass andere in der Region sich um den Schutz ihres eigenen Territoriums kümmerten. Er beendete den Tweet mit den Worten „DIE USA SIND GROSSARTIG!“ (Großbuchstaben im Original).

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USA begannen mit Abzug aus Syrien

Trump war davor auch von Vertrauten wie dem US-Senator Lindsey Graham vorgeworfen worden, die bisherigen kurdischen Verbündeten in Nordsyrien im Stich zu lassen. Zuvor hatten US-Truppen begonnen, sich aus der syrisch-türkischen Grenzregion zurückzuziehen. Der Sprecher der von Kurden-Milizen dominierten Syrisch-Demokratischen Kräfte (SDF), Mustafa Bali, erklärte am Montagmorgen auf Twitter, US-Truppen hätten „begonnen, sich von der Grenze zurückzuziehen“. Sie ließen damit zu, dass die Gegend zum Kriegsgebiet werde. US-Soldaten waren unter anderem in der grenznahen Stadt Manbidsch stationiert. Die kurdische Nachrichtenagentur Hawar und die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in Großbritannien meldeten, US-Soldaten räumten ihre Stellungen in den Grenzorten Ras al-Ain und Tal Abjad.

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RND/dpa