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Nach Schlagabtausch mit Reporterinnen: Trump bricht Pressebriefing ab

  • Dass Donald Trump kein besonders gutes Verhältnis zu den Medien hat, ist inzwischen hinlänglich bekannt.
  • Nun kam es bei seinem täglichen Briefing zur Corona-Pandemie zu einem Schlagabtausch zwischen ihm und Reporterinnen.
  • Der US-Präsident brach die Pressekonferenz schließlich einfach ab.
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New York. US-Präsident Donald Trump hat seine Pressekonferenz am Weißen Haus nach heftigen Schlagabtauschen mit zwei Reporterinnen abgebrochen. Seinen Anfang nahm der Eklat mit einer Frage von Weijia Jiang vom Sender CBS News.

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Die Reporterin wollte am Montag vom Präsidenten wissen, warum er einen solchen Schwerpunkt auf die Zahl der Coronavirus-Tests lege, die bereits in den USA ausgeführt worden seien. “Warum ist das wichtig?”, fragte Jiang. “Warum ist das ein globaler Wettbewerb für Sie, wenn jeden Tag noch immer Amerikaner ihre Leben verlieren und wir jeden Tag weitere (Corona)-Fälle erleben?”

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Trump entgegnete darauf, dass "sie ihre Leben überall auf der Welt verlieren". Dann sagte er: "Vielleicht ist das eine Frage, die Sie China stellen sollten. Fragen Sie nicht mich. Stellen Sie China diese Frage." Er forderte einen anderen Pressevertreter zu einer Frage auf, doch meldete sich niemand.

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Daraufhin fragte Jiang zurück: "Sir, warum sagen Sie das ausdrücklich mir?" Die seit 2015 für CBS News tätige Journalistin wurde in Xiamen in China geboren und zog mit ihrer Familie in die USA, als sie zwei Jahre alt war.

Trump antwortete, das würde er “jeden fragen, der eine fiese Frage stellt”. Jiang gab zurück: “Das ist keine fiese Frage. Warum ist das wichtig?”

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Trump bat dann um eine andere Frage, winkte jedoch ab, als sich Kaitlan Collins von CNN dem Mikrofon näherte. “Sie haben auf mich gezeigt”, protestierte Collins. Der Präsident erwiderte: “Ich habe auf Sie gezeigt, und Sie haben nicht geantwortet.”

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Collins sagte, sie habe nur Jiang Zeit geben wollen, ihre Fragen zu beenden. “Kann ich eine Frage stellen?”, wollte Collins wissen. Der Präsident erklärte die Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses jedoch für beendet und ging davon.

RND/AP

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