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Trump-Berater zu russischer “Wahlkampfhilfe”: Solche Infos nicht gesehen

  • Will Russland wieder in das Rennen um das Oval Office eingreifen?
  • Mehrere Medien berichten, dass dem US-Geheimdienst Beweise darüber vorliegen sollen.
  • Trump vermutet eine “Desinformationskampagne” der Demokraten - auch sein Berater will von einer russischen Wahlkampfhilfe nichts wissen.
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Washington. Der nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus kennt nach eigenen Angaben keine Informationen der US-Geheimdienste, die auf russische Einflussnahme auf den Wahlkampf zu Gunsten von Präsident Donald Trump schließen lassen. “Ich habe Null Geheimdienstinformationen darüber gesehen, dass Russland irgendetwas tut, um Präsident Trump zu helfen, wiedergewählt zu werden”, sagte Robert O’Brien dem TV-Sender Abc in einem Interview, das am Sonntag in voller Länge ausgestrahlt wurde. “Ich denke, dass das die gleiche alte Geschichte ist, die wir zuvor gehört haben”, sagte O’Brien. Im Sender CBS äußerte er sich ähnlich.

Am Donnerstag hatten mehrere Medien berichtet, dass ranghohe Geheimdienstmitarbeiter Abgeordnete des Repräsentantenhauses in einer vertraulichen Sitzung darüber unterrichtet hätten, dass US-Geheimdienste davon ausgehen, dass sich Russland erneut in den Wahlkampf einmischen will. Ziel sei, Trump zur Wiederwahl zu verhelfen. Es blieb zunächst unklar, welche Belege den Abgeordneten dafür vorgelegt wurden. Einige der republikanischen Parlamentarier sollen die Glaubwürdigkeit der Erkenntnisse der Nachrichtendienste in Frage gestellt haben, hieß es weiter. Trump sprach von einer "Desinformationskampagne" der Demokraten.

O'Brien wies in den Interviews daraufhin, dass er selbst an der vertraulichen Sitzung im Kongress nicht teilgenommen habe und nur über Informationen aus zweiter Hand darüber verfüge.

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hatte am Freitag bestätigt, dass er vor rund einem Monat informiert worden sei, dass Moskau offenbar versuche, auch seine Bewerbung zu unterstützen. Er forderte Russland und andere Länder auf, sich aus den Wahlen herauszuhalten. Russland hatte sich nach Überzeugung der US-Geheimdienste bereits 2016 zugunsten des republikanischen Kandidaten Trump in den Wahlkampf eingemischt.

RND/dpa

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