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Trotz Niederlage: Spahn will Organspende-Reform mit “Tatkraft” umsetzen

  • Mit seinem eigenen Reform-Vorschlag zur Organspende scheiterte Jens Spahn im Bundestag, nun will er die beschlossenen Pläne tatkräftig umsetzen.
  • “Ich würde gern eines Besseren belehrt werden, dass es uns gelingt, tatsächlich die Zahl der Organspenden signifikant zu erhöhen”, sagt der Gesundheitsminister.
  • Seine Enttäuschung leugnet er dennoch nicht.
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Berlin. Gesundheitsminister Jens Spahn will sich auch nach dem Scheitern eines eigenen Reform-Vorschlags im Bundestag für mehr Organspenden in Deutschland einsetzen. Dies sei immer das Ziel beider Entwürfe gewesen, sagte der CDU-Politiker. Daher werde er die beschlossenen Pläne als Minister voller Tatkraft umsetzen. Nun gehe es unter anderem darum, noch mehr aufzuklären und ein Online-Register für Erklärungen zur Spende aufzubauen.

Moderatere Reform beschlossen

In drei, vier oder fünf Jahren sollte dann geschaut werden, ob sich an der Lage der Patienten, die auf Organe warten, tatsächlich etwas geändert habe. "Ich würde gern eines Besseren belehrt werden, dass es uns gelingt, tatsächlich die Zahl der Organspenden signifikant zu erhöhen", sagte Spahn. Im Bundestag hatte der Entwurf einer Gruppe um Spahn, nach dem jeder Mensch bis auf Widerruf als Spender gelten soll, keine Mehrheit gefunden. Beschlossen wurde ein Entwurf für eine moderatere Reform einer Gruppe um Grünen-Chefin Annalena Baerbock.

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Spahn sagte, er hätte sich natürlich eine Mehrheit für den eigenen Entwurf gewünscht. "Dass ich ein Stück enttäuscht bin, liegt in der Natur der Sache." Er hob zugleich hervor, dass die Debatte über dieses Thema ein Wert an sich gewesen sei. Patienten, die teils seit Jahren auf ein Organ warteten, hätten gesehen, dass sie nicht vergessen seien. "Hier geht es nicht um Gewinnen und Verlieren. Hier geht es darum, Menschen in Not zu helfen", sagte Spahn.

RND/dpa

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