Angesichts neuer Fälle: Kommunen warnen vor Coronapanik

  • Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Deutschland am Beginn einer Coronaepidemie.
  • Die Regierung hat einen Krisenstab gebildet.
  • Die Kommunen warnen allerdings trotz zunehmender Infektionsfälle vor Panik.
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Berlin. Die Kommunen warnen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus in der Bundesrepublik vor Panik. “Deutschland ist nicht erst seit Bekanntwerden des neuen Virus sehr gut auf einen möglichen Ausbruch von Pandemien vorbereitet”, sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). “Derzeit besteht in Deutschland trotz der jetzt aufgetretenen Infektionsfälle mit dem Coronavirus kein Grund zur Panik.”

Landsberg sagte, die Gesundheitsbehörden würden ihr Vorgehen eng abstimmen und ihre Pläne fortlaufend aktualisieren. Es gebe einen nationalen Pandemieplan und eine sehr gute Koordinierung von Schutz- und Bekämpfungsmaßnahmen durch das Robert-Koch-Institut. „Auch die Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte sind informiert und sensibilisiert“, sagte Landsberg. Das Vorgehen bei den ersten Infektionsfällen im Landkreis Starnberg habe gezeigt, dass es gelinge, rasch und erfolgreich gegen einen Ausbruch vorzugehen: “Eine Abriegelung von Städten oder Gemeinden erscheint unwahrscheinlich und nicht notwendig.”

“Bei ersten Anzeichen zum Arzt”

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Die Bevölkerung, so der Städtebund-Geschäftsführer, solle die vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten einfachen Verhaltensregeln – wie etwa regelmäßiges gründliches Händewaschen oder ausreichenden Abstand bei Erkrankungen – berücksichtigen: "Bei ersten Anzeichen einer Erkrankung sollten Sie sich in ärztliche Behandlung begeben und bei einem begründeten Verdacht auf eine mögliche Infektion Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darauf hinweisen.“

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Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) steht Deutschland am Beginn einer Coronaepidemie. Sein Ministerium richtet zusammen mit dem Bundesinnenministerium einen Krisenstab ein. Das Konzept will Spahn an diesem Donnerstag zusammen mit Innenminister Horst Seehofer (CSU) vorstellen.

RND



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