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Trotz Corona-Krise: Die Grundrente muss kommen

  • Der Staat muss zurzeit gigantische Milliarden-Summen investieren, um in der Corona-Krise die Wirtschaft zu stützen.
  • Da scheint es naheliegend, wenn in der Union jetzt Zeitplan und Finanzierung der Grundrente infrage gestellt werden.
  • Doch die Kosten der Krise dürfen nicht auf die abgewälzt werden, die ohnehin kaum Geld haben, kommentiert Tobias Peter.
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Ein ganzes Leben voller Arbeit und trotzdem eine Rente, die zum Leben kaum reicht? Es gibt kaum jemanden, der das nicht ungerecht findet. Trotzdem ist es in unserem Land für viele traurige Realität.

Das sind Menschen, die über Jahrzehnte als Geringverdiener gearbeitet haben. Es betrifft auch Frauen, die alleinerziehend waren und deshalb in Teilzeit beschäftigt waren. Es geht um den Lagerarbeiter, die Frisörin und viele andere. Sie alle haben ihren Teil für die Gesellschaft beigetragen.

In der Corona-Krise erlebt das Land ja auch gerade eindrucksvoll, dass auch diejenigen mit weniger hohen Einkommen systemrelevant sein können.

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Streit bis zum Exzess

Um langjährigen Geringverdienern im Alter zu helfen, hat die große Koalition sich auf die Einführung einer Grundrente verständigt. Diese Einigung ist nach monatelangem Streit zwischen Union und SPD erfolgt, der streckenweise bis zum Exzess öffentlich eskaliert wurde.

Eines vorweg: Der Kompromiss der Koalitionsparteien ist nicht perfekt. Er ist, wie Kompromisse es häufig sind, kompliziert. Die Grundrente löst, wie es in Fragen der Alterssicherung eigentlich immer ist, auch nicht die Probleme eines jeden Einzelnen.

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Dennoch ist die geplante Grundrente ein klares Signal des Respekts für die Lebensleistung vieler Menschen. Für sie bedeutet die Grundrente auch schlicht bares Geld.

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Die Grundrente hat ihren Preis

Die Corona-Krise schüttelt unser Land und die Volkswirtschaft gerade kräftig durch. Wir nehmen mehr als 150 Milliarden Euro neue Schulden auf, um die Wirtschaft zu stützen. Da mag es naheliegend erscheinen, wenn in der Union jetzt Zeitplan und Finanzierung der Grundrente und, wenn man ehrlich ist, damit auch gesamte Projekt infrage gestellt werden.

Kein Zweifel, die Grundrente hat ihren Preis. Aber: Die betroffenen Menschen haben sie verdient. Wir dürfen die Lasten der Krise nicht zuerst bei denen abladen, die ohnehin wenig haben.


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