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1000 Neuinfektionen am Tag: Spahn sieht keine kritische Schwelle überschritten

  • Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat inzwischen wieder den höchsten Wert seit Mai erreicht.
  • Die Sorgen vor einer sogenannten zweiten Welle nehmen zu.
  • Gesundheitsminister Spahn sieht aber noch keine kritische Schwelle überschritten - er sagt, das Gesundheitswesen könne mit dieser Größenordnung umgehen.
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Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat nach dem jüngsten Anstieg der Corona-Neuinfektionen klar gemacht, dass er derzeit keine kritische Schwelle überschritten sieht. “Im Moment sind wir in jedem Fall noch in einer Größenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der öffentliche Gesundheitsdienst umgehen kann”, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag dem ZDF-”Heute Journal”.

“Wenn wir uns jetzt stabilisieren auf einem bestimmten Niveau, dann können wir damit umgehen. Wenn die Zahlen weiter steigen, dann kommt es auf uns alle an, im Alltag aufeinander zu achten und eben weitere Maßnahmen tatsächlich auch nicht nötig zu machen”, sagte Spahn.

Zuletzt hatte das das Robert Koch-Institut (RKI) erstmals seit drei Monaten mehr als 1000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI demnach 1147 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages, wie es am frühen Freitagmorgen hieß. Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland hat damit den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht.

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Jens Spahn: Wir gehen auf Nummer sicher
2:12 min
In Deutschland gibt es ab Samstag eine Corona-Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten. Das kündigt Gesundheitsminister Jens Spahn an.  © Reuters

Bereits am Donnerstag lagen die Neuinfektionen mit 1045 Corona-Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000. Spahn hatte daraufhin erneut an die Bürger appelliert, die Hygieneregeln einzuhalten.

Die Schwelle von 1000 neuen Corona-Fällen war zuletzt am 7. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder. Der Höhepunkt bei den neuen Ansteckungen wurde Anfang April mit mehr als 6000 erreicht.

Auf die Frage, ab wann wieder eine Art Lockdown notwendig wäre, unterstrich Spahn die Linie, im Fall der Fälle vor allem auf regionale Maßnahmen zu setzen. Er betonte, es gebe nicht "die eine Zahl, auf die alles reduziert werden kann". "Es gibt den Steigerungsfaktor - also um wie viel dynamischer wird das Infektionsgeschehen? Es gibt die absolute Zahl der Infektionen. Mit um die 1000 Neuinfektionen pro Tag kann das Gesundheitswesen umgehen."

RND/dpa

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