Erst Journalistin, dann Soldatin

Wie eine amerikanische trans Frau zur Sprecherin der ukrainischen Armee wurde

Die Soldatin Sarah Ashton-Cirillo wird nun Sprecherin der ukrainischen Armee.

Die Soldatin Sarah Ashton-Cirillo wird nun Sprecherin der ukrainischen Armee.

Die US-amerikanische trans Frau Sarah Ashton-Cirillo (45) reiste als Journalistin in die Ukraine und entschied sich wenig später, dort als Soldatin und Sanitäterin an die Front zu gehen. Nun wurde sie befördert zur Armeesprecherin in dem Kriegsland, wie unter anderem das ukrainische Parlamentsmitglied Inna Sovsun auf Twitter bestätigte. Auch Ashton-Cirillo hat sich bereits zu Wort gemeldet.

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Die neue Sprecherin schreibt in einem Twitter-Beitrag unter anderem: „Ich habe mich noch nie so geehrt gefühlt, wie als ich die beiden Erklärungen des ukrainischen Verteidigungsministeriums und der stellvertretenden Verteidigungsministerin Hanna Maliar zu meiner Arbeit für den Sieg verlesen habe.“

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Und weiter: „Seit 17 Monaten ist mein Leben der Befreiung der Ukraine gewidmet (...). Jetzt, da die Fronten des Informationskrieges immer wichtiger werden, fühle ich mich geehrt, die unzähligen Verantwortlichkeiten und Pflichten zu tragen, die mir die Territorialverteidigungskräfte, die Streitkräfte der Ukraine und das ukrainische Verteidigungsministerium übertragen haben.“

Ashton-Cirillo an der Front verletzt

Für die Ukraine riskiert Ashton-Cirillo ihr Leben. Bei einem Einsatz im Februar wurde die trans Frau, die sich für die LGBTQ-Gemeinschaft einsetzt, verletzt. Ein Geschoss einer russischen Artilleriegranate hatte die Soldatin getroffen, als sie mit ihrer Einheit an der Front im ostukrainischen Donbass war. Auf Twitter teilte sie danach mit, dass die Verletzungen dauerhaft seien, unter anderem habe sie einen Teil ihrer Hand verloren und Narben im Gesicht.

Sarah Ashton-Cirillos Geschichte ist erstaunlich. Sie war im März 2022 als Kriegsberichterstatterin in die Ukraine gegangen, arbeitete hauptsächlich für die amerikanische Nachrichtenplattform „LGBTQ Nation“. Im Oktober wechselte sie dann die Seiten und wurde zur Soldatin, seitdem teilt sie regelmäßig Updates aus ihrem Alltag in den sozialen Medien. Auf Twitter folgen ihr inzwischen mehr als 144.000 Accounts.

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Als Mittlerin in den USA

Dass sie zur Soldatin wurde, habe damit zu tun gehabt, was sie als Journalistin gesehen und erlebt habe, sagte sie vor einigen Monaten dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Sie habe von Anfang März bis Mitte Oktober in Charkiw gelebt. „In dieser Zeit habe ich zu viele sinnlose Todesfälle und zu viel russisches Böses gesehen (...).“

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Bevor sie nun zur Sprecherin ernannt wurde, war sie bereits anderweitig politisch involviert. Im Dezember etwa informierte sie im Auftrag des ukrainischen Verteidigungsministeriums in Washington US-Politiker darüber, wie die Ukraine von außen versorgt wird und was unbedingt gebraucht wird.

RND/hsc

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