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Nach Tornadokatastrophe: Putin schickt Beileidstelegramm an Biden – und forciert persönliches Treffen

Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach den verheerenden Tornados in den USA seine Anteilnahme angesichts der Dutzenden Toten ausgedrückt.

Moskau. Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach den verheerenden Tornados in den USA seine Anteilnahme angesichts der Dutzenden Toten ausgedrückt. „Seien Sie meines aufrichtigen Mitgefühls im Zusammenhang mit den tragischen Folgen des Tornados versichert, der Kentucky und eine Reihe weiterer US-Staaten verwüstet hat“, hieß in dem am Sonntag vom Kreml veröffentlichten Telegramm an US-Präsident Joe Biden. Allein im US-Bundesstaat Kentucky befürchtet Gouverneur Andy Beshear mehr als 70 Tote.

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„In Russland nimmt man Anteil an der Trauer jener, die ihre Verwandten und Nächsten im Zuge dieser Katastrophe verloren haben“, schrieb Putin weiter. „Wir hoffen, dass die Verletzten wieder gesund und die Folgen des Unglücks bald überwunden werden.“

Vor dem Hintergrund der angespannten Beziehungen zwischen den USA und Russland auf politischer Ebene gilt die Geste Putins als bemerkenswert. Moskau bemüht sich um ein besseres Verhältnis zu Washington. Die Staatschefs hatten am Dienstag einen zweistündigen Videogipfel abgehalten.

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Putin will persönliches Treffen mit Biden

Darüber hinaus wünscht sich der russische Präsident offenbar ein persönliches Treffen Biden. Dies habe Putin seinem Amtskollegen bei ihrem gemeinsamen Video-Gipfel vor einigen Tagen gesagt, teilte der Sprecher des Präsidialamt in Moskau, Dmitri Peskow, am Sonntag der Nachrichtenagentur RIA zufolge mit. Es sei aber zu früh, einen Termin für ein solches Treffen zu nennen. Allerdings habe Putin nach seiner Beratung mit Biden keinen besonderen Anlass für Optimismus, sagte Peskow. Der Grund seien anhaltende und sehr schwere konzeptionelle Differenzen zwischen Russland und den USA. Dies betreffe vor allem die von Russland gesetzten rote Linien.

Die beiden Präsidenten hatten am Dienstag in einer Video-Schaltung über die Ukraine-Krise gesprochen. Peskow hatte danach erklärt, es solle rasch eine weitere Unterredung folgen. Einen Durchbruch hatte der Video-Gipfel nicht gebracht. Beide Präsidenten waren sich aber einig, dass sie den Dialog fortsetzen wollen.

Sprecher relativiert russische Truppenbewegungen

Nach US-Angaben hatte Biden vor einer militärischen Eskalation gewarnt. Massive russische Truppenbewegung nahe der Grenze zur Ukraine haben im Westen und bei der Regierung in Kiew die Besorgnis ausgelöst, Russland könnte eine Invasion planen. Die Regierung in Moskau bestreitet solche Pläne. Peskow sagte am Sonntag, die Truppenbewegungen auf eigenem russischen Territorium würden dämonisiert und stellten keine Bedrohung dar.

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Im Osten der Ukraine kämpfen pro-russische Separatisten seit 2014 gegen ukrainische Regierungssoldaten. Eine Waffenstillstandsvereinbarung wird immer wieder gebrochen. Die Ukraine wirft Russland vor, die Separatisten massiv zu unterstützen. Diese haben in zwei Regionen in der Ost-Ukraine die unabhängigen Volksrepubliken Luhansk und Donezk proklamiert, die aber international nicht anerkannt sind. Zudem hat Russland 2014 die ukrainische Halbinsel Krim im Schwarzen Meer annektiert. Auch dies ist international nicht anerkannt.

RND/dpa/Reuters

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