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Nach Tod von Mahsa Amini

Linken-Chefin Wissler fordert unkompliziertes Asyl für Iranerinnen und Iraner

Janine Wissler, Parteichefin der Linken, fordert unkompliziertes Asyl für Iranerinnen und Iraner.

Janine Wissler, Parteichefin der Linken, fordert unkompliziertes Asyl für Iranerinnen und Iraner.

Berlin. Nach dem Tod einer jungen Frau im iranischen Polizeigewahrsam fordert die Linke die Aufnahme von Verfolgten aus der islamischen Republik. „Menschen, denen im Iran Misshandlungen oder der Tod drohen und die davor fliehen, brauchen Schutz und Asyl“, erklärte Parteichefin Janine Wissler am Freitag in Berlin. „Wir fordern die Bundesregierung auf, dies schnell und unkompliziert zu gewährleisten und Abschiebungen in den Iran zu stoppen.“

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Im Iran gibt es nach dem Tod der 22 Jahre alten Mahsa Amini seit Tagen Proteste. Sie wurde vor gut einer Woche von der Sittenpolizei wegen eines Verstoßes gegen die strenge islamische Kleiderordnung festgenommen. Was genau mit Amini nach ihrer Festnahme geschah, ist unklar. Jedenfalls fiel sie ins Koma und starb in einem Krankenhaus.

Derzeit geringe Chancen auf Schutzstatus in Deutschland

Wissler betonte: „Mutige Frauen kämpfen für ihre Freiheit und riskieren mit der Teilnahme an den Protesten ihr Leben.“ Das Vorgehen der staatlichen Gewalt gegen die Proteste zeige die Brutalität der Machthaber. Notwendig sei eine unabhängige internationale Untersuchungskommission.

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Asylbewerber aus dem Iran haben derzeit in Deutschland vergleichsweise schwache Chancen auf einen Schutzstatus. Bis August stellten nach Daten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge dieses Jahr rund 3500 Iranerinnen und Iraner einen Asylantrag. Von den iranischen Staatsbürgern, deren Antrag entschieden wurde, erhielten 30,5 Prozent Schutz. Zum Vergleich: Bei Syrern lag diese Quote bei mehr als 90 Prozent, bei Menschen aus Afghanistan bei gut 81 Prozent.

RND/dpa

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