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Krankenkassenchef warnt: Vor allem Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

  • Die Grippesaison hat wieder begonnen.
  • Ärzte befürchten, dass in diesem Jahr die Ansteckungsgefahr höher ist, weil das Immunsystem wegen der Corona-Schutzregeln kaum trainiert ist.
  • Auch die Krankenkassen rufen zur Schutzimpfung auf.
Jorid Behn
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Berlin. Der Chef der Techniker-Krankenkasse, Jens Baas, hat insbesondere an ältere Menschen und Patientinnen und Patienten mit Vorerkrankungen appelliert, sich gegen Grippe impfen zu lassen. „Wir wissen nicht, wie stark die Grippewelle wird. Deshalb sollten sich insbesondere die Risikogruppen im Herbst mit einer Grippeimpfung schützen“, sagte Baas dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND).

„Auch in diesem Herbst wird es wieder darauf ankommen, dass das Gesundheits­system nicht überlastet wird“, fügte der Chef der größten deutschen Krankenkasse hinzu.

Nach bisher unveröffentlichten Zahlen der TK hatten sich in der vergangenen Saison deutlich mehr Menschen gegen Influenza impfen lassen als die Jahre davor. Fast jede und jeder fünfte TK-Versicherte (18 Prozent) ließ sich impfen. In der Saison 2019/2020 war es im Zeitraum zwischen September und März nur jede und jeder Achte (12 Prozent).

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In den östlichen Bundesländern höchste Impfquote

Die Impfzahlen stiegen dabei in allen Altersgruppen. In der Altersgruppe ab 60 Jahren waren es 46,5 Prozent. Das entspricht einem Plus von mehr als 10 Prozentpunkten. Bei den 60- bis 69-Jährigen gab es den größten Sprung. Statt der 27 Prozent in der Saison 2019/2020 waren es in der vergangenen Saison 39 Prozent der Versicherten.

Regional betrachtet gab es in den östlichen Bundesländern die höchsten Impfquoten. Sachsen-Anhalt war Spitzenreiter mit 39 Prozent. Es folgten Thüringen mit 31 Prozent und Brandenburg mit 29 Prozent. Schlusslicht war Bayern mit einer Quote von lediglich 12 Prozent.

„Dass sich in der Corona-Pandemie mehr Menschen und insbesondere mehr ältere gegen Grippe impfen ließen, war wichtig. Denn genau wie bei der Corona-Impfung gilt: Man schützt sich und andere“, sagte Kassenchef Baas.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Grippeimpfung unter anderem für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere ab dem zweiten Schwangerschafts­drittel sowie Personen mit gesundheitlicher Gefährdung, Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal. Um rechtzeitig geschützt zu sein, empfiehlt die Stiko, sich ab Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen. Laut EU-Ziel sollten sich mindestens 75 Prozent der älteren Menschen gegen Influenza impfen lassen.

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