Angespannte Sicherheitslage: UN-Bericht zum Tigray-Konflikt verzögert sich

  • Seit vergangenem November herrscht in der äthiopischen Region Tigray ein Konflikt zwischen staatlichen Sicherheitskräften und Rebellen.
  • Augenzeugen hatten äthiopische Truppen und deren Verbündeten mehrfach beschuldigt, Gewaltverbrechen verübt zu haben.
  • Wegen der angespannten Sicherheitslage kann ein UN-Bericht zum Konflikt nicht fristgemäß abgeschlossen werden.
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Nairobi. Die Untersuchung möglicher Menschenrechtsverletzungen in der äthiopischen Tigray-Region kommt nicht wie geplant voran.

Die Hochkommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen, Michelle Bachelet, sagte am Montag vor dem Menschenrechtsrat, Experten hätten den Osten und die Mitte von Tigray aus Sicherheitsgründen nicht besuchen können. Dort hatten Augenzeugen äthiopische Truppen und deren Verbündeten beschuldigt, Gewaltverbrechen verübt zu haben.

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Bachelet verwies auf „plötzliche Veränderungen in der Sicherheitslage und in der Dynamik des Konflikts“ als Grund für die Verzögerung. Details nannte sie nicht.

Der Krieg erfuhr Ende Juni eine Wende, als die Tigray-Kräfte einen Großteil der Region im Norden Äthiopiens zurückeroberten und die äthiopischen Streitkräfte und ihre Verbündeten sich zurückzogen. Seitdem ist ein Großteil von Tigray laut Zeugenaussagen wesentlich sicherer und leichter zugänglich.

Diese Entwicklung erfolgte während der gemeinsamen Untersuchung des UN-Menschenrechtsbüros und der von der Regierung eingerichteten äthiopischen Menschenrechtskommission, die zwischen dem 16. Mai und dem 20. August vorgenommen wurde. Der gemeinsame Bericht wird am 1. November veröffentlicht, was eine Verzögerung gegenüber der ursprünglich für diesen Monat erwarteten Veröffentlichung bedeutet.

RND/AP

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