Thüringen-Wahl: Die Linke kann ihren Triumph kaum fassen

  • Der Linken-Fraktionschef im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat den Ausgang der Landtagswahl in Thüringen als historischen Sieg seiner Partei gewürdigt.
  • Ministerpräsident Bodo Ramelow sieht nach dem Erfolg seiner Partei einen klaren Regierungsauftrag.
  • Parteichef Bernd Riexinger spricht von einem grandiosen Wahlsieg.
Anzeige
Anzeige

Erfurt. Der Linken-Fraktionschef im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat den Ausgang der Landtagswahl in Thüringen als historischen und sensationellen Sieg seiner Partei gewürdigt. "So ein Ergebnis haben wir uns kaum träumen lassen", sagte er am Sonntagabend nach der Landtagswahl im ZDF.

Dies sei ein Verdienst von Regierungschef Bodo Ramelow (Linke). "Es gibt einen klaren Regierungsauftrag, den wird Bodo Ramelow annehmen", sagte Bartsch in der ARD. Die AfD in Thüringen sei viel zu stark, kritisierte er. Ihr Ziel - stärkste Partei zu werden - habe sie aber nicht erreicht.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sieht ebenfalls einen klaren Regierungsauftrag. „Ich sehe mich ganz klar bestätigt. Bei dem Zustimmungswert, den meine Partei bekommen hat, ist der Regierungsauftrag klar bei meiner Partei. Und ich werde diesen Auftrag auch annehmen“, sagte er am Sonntag in Erfurt.

Wegen der guten Wahlbeteiligung sei er stolz auf das Land Thüringen. „Die Wahlbeteiligung ist seit langem nicht mehr so hoch gewesen, deswegen ist es ein großer Tag für unser Parlament.“

„Die Linke ist erstmals stärkste Partei in einem Bundesland geworden“, sagte Parteichef Bernd Riexinger am Sonntagabend bei der Wahlparty in der Parteizentrale in Berlin. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) habe einen klaren Regierungsauftrag. Riexinger sprach von einem „grandiosen Wahlsieg“. Ramelow habe einen großartigen Job gemacht.

Anzeige

Der Erfolg in Thüringen werde der gesamten Partei guttun. „Wir haben im Osten wieder eine Wahl gewonnen, das wird die ganze Bundespartei stärken. Wir sind auf einem aufsteigenden Ast“, sagte Riexinger.

Anzeige

Zu den unklaren Mehrheitsverhältnissen wollte der Parteichef zunächst nichts sagen. Darüber wolle man an diesem Abend nicht spekulieren. Die Regierungsbildung werde schwierig.

RND/dpa