• Startseite
  • Politik
  • Thüringen: Kinder aus Migranten-Familien sollen bei Muttersprache unterstützt werden

Thüringen will Kinder aus Migranten-Familien bei ihrer Muttersprache unterstützen

  • „Mehrsprachigkeit ist ein großer Schatz. Diesen wollen wir im Freistaat heben“, sagt Thüringens Migrationsminister.
  • Deshalb will die Landesregierung dafür Sorgen, dass Kinder aus Migranten-Familien ihre Muttersprache nicht verlieren.
  • Nun sollen Vorschläge dazu eingereicht werden.
Anzeige
Anzeige

Erfurt. Die Thüringer Landesregierung will dafür sorgen, das Kinder aus Migranten-Familien die Sprache ihrer Vorfahren nicht verlieren. „Mehrsprachigkeit ist ein großer Schatz. Diesen wollen wir im Freistaat heben“, sagte Migrationsminister Dirk Adams (Grüne) am Donnerstag in Erfurt.

Das Ministerium habe daher Bildungsträger zur Einreichung von Konzeptvorschlägen aufgerufen. Diese sollen in ein „Landesprogramm zur außerschulischen Förderung der Herkunftssprache von Kindern und jungen Menschen“ einfließen.

Hauptstadt Radar Der RND-Newsletter aus dem Regierungsviertel mit dem 360-Grad-Blick auf die Politik im Superwahljahr. Immer dienstags, donnerstags und samstags.
Anzeige

Die Förderung muttersprachlichen Unterrichts gehe auf das von der Landesregierung 2017 beschlossene „Thüringer Integrationskonzept - für ein gutes Miteinander!“ zurück. Die Potenziale zugewanderter Menschen zu fördern, sei ein wichtiger Beitrag für eine gelingende Integration.

Wer sicher in seiner Muttersprache sei, entwickle leichter sprachübergreifende Kenntnisse, die auch beim Erlernen von Deutsch oder weiteren Fremdsprachen helfen würden. Von diesen Kompetenzen der zu uns Gekommenen könnten wiederum alle profitieren, sagte Adams.

„Wie groß das Anliegen der Zugewanderten ist, ihre Mehrsprachigkeit zu bewahren, bekommen wir jeden Tag in der Arbeit mit migrantischen Organisationen gespiegelt“, erklärte die geschäftsführende Landesbeauftragte für Integration, Annett Roswora.

Bislang könnten Communities und Vereine muttersprachlichen Unterricht nur sehr vereinzelt organisieren, beispielsweise in Moscheen. Es sei „gut und wichtig“, solche Angebote flächendeckend aufzustellen und zu professionalisieren.

RND/epd

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen