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  • Thomas-Cook-Insolvenz: Linken-Vorsitzender Riexinger plädiert für staatliche Unterstützung aller Reisenden

Riexinger: Staat muss allen Reisenden bei Erstattung helfen

  • Die Bundesregierung greift Kunden des insolventen Reisekonzerns Thomas Cook unter die Arme.
  • Der Vorsitzende der Linken, Bernd Riexinger, mahnt dies jetzt für alle Touristen an, die von der Corona-Krise betroffen sind.
  • Der Einzelne könne sich schlechter wehren, sagt er.
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Berlin. Der Vorsitzende der Linken, Bernd Riexinger, hat für eine staatliche Unterstützung von Menschen plädiert, die ihre Rechte bei Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften geltend machen wollen.

“Urlaub ist teuer genug, viele können sich das kaum leisten”, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). “Wenn jetzt wegen Corona Flüge ausfallen und Reiseanbieter straucheln, ist das auch für die Urlauber eine Katastrophe. Und leider zeigt die Erfahrung, dass es mit der Rückzahlung der vorab gezahlten Urlaubskosten oft hapert.”

Viele Fluggesellschaften erschwerten gerade jetzt in der Krise die Rückerstattung des Reisepreises, so Riexinger. Stattdessen böten sie Umbuchungen und Gutscheine an. Wer auf seinem Recht bestehen und den Flugpreis zurückfordern wolle, der müsse sich oft auf eine nervenaufreibende Auseinandersetzung gefasst machen. Bei der zuständigen Schlichtungsstelle gingen derzeit bis zu dreimal so viele Beschwerden ein wie üblich. Die Bundesregierung dürfe da nicht länger zuschauen.

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Der Linken-Politiker betonte: “Die Bundesregierung hat im Fall der Thomas-Cook-Insolvenz gezeigt, was möglich ist: Über ein Onlineportal können Fluggäste ihr Geld wiederbekommen, und der Staat holt sich, was möglich ist, von Veranstaltern und Versicherungen zurück.” Ein solches Verfahren solle jetzt auch für die vielen Reisenden angeboten werden, die als Einzelne damit überfordert seien, ihre Ansprüche gegen Reiseveranstalter und Fluggesellschaften durchzusetzen.

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Dafür könne einfach das bestehende Portal für Thomas-Cook-Reisende genutzt werden. Der Staat könne die Ansprüche jedenfalls viel besser gesammelt vertreten als juristisch nicht gebildete Menschen, die sich hier durch Kontaktformulare verschiedener Anbieter wühlen müssten und bei mangelnder Reaktion unter Umständen vor der Entscheidung stünden, entweder für einige Hundert Euro Reisekosten einen Anwalt zu engagieren oder die Sache auf sich beruhen zu lassen.

Zuvor war bekannt geworden, dass Zehntausende Kunden des insolventen Reiseanbieters Thomas Cook eine Ausgleichszahlung der Bundesregierung für geplatzte Reisen beantragt haben und mit einer Erstattung rechnen können. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervorgeht, meldeten sich demnach fast 57.000 betroffene Pauschalreisende für Ausgleichszahlungen bei einem am 6. Mai freigeschalteten Onlineportal an.

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