Thailand: Mehr als 30 Verletzte bei Protesten in Bangkok

  • Bei Demonstrationen der Demokratiebewegung in Thailand sind am Wochenende mehr als 30 Menschen verletzt worden.
  • Laut Medienberichten sind viele der Verletzten Polizisten.
  • Die Einsatzkräfte waren mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die Demonstranten vorgegangen, diese wiederum warfen mit Steinen.
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Bangkok. Mehr als 30 Menschen sind in Thailand bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten der Demokratiebewegung und Sicherheitskräften verletzt worden. Dies berichtete das Portal „Post Today“ am Montag unter Berufung auf das Erawan-Krankenhaus in Bangkok. Bei den meisten Verletzten handelt es sich demnach um Polizisten.

Die Einsatzkräfte waren am Sonntag mit Tränengas, Wasserwerfern und Gummigeschossen gegen Tausende Teilnehmer vorgegangen, die für demokratische Reformen und Verfassungsänderungen protestiert hatten - speziell mit Blick auf ein strenges Gesetz zum Schutz der Monarchie. Einige Demonstranten sollen unter anderem mit Steinen auf die Sicherheitskräfte geworfen haben.

Die Kundgebung fand vor einer Militärkaserne statt, auf deren Gelände Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha lebt. Als Demonstranten versuchten, Barrikaden zu überwinden, um auf das Gelände zu gelangen, kam es zu gewalttätigen Zusammenstößen.

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Massenproteste nehmen Fahrt auf

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Im vergangenen Jahr hatte es in Bangkok und anderen Landesteilen immer wieder Massenproteste gegeben. Diese waren zuletzt vor allem wegen steigender Corona-Zahlen in dem südostasiatischen Land weitgehend zum Erliegen gekommen. Durch das harte Vorgehen der Justiz gegen Aktivisten haben die Proteste aber wieder an Fahrt gewonnen. Sie sollen wegen Majestätsbeleidigung angeklagt werden - darauf stehen in Thailand 15 Jahre Haft.

RND/dpa

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