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Tests, Ärzte, Modellrechnungen: Darüber haben die Gesundheitsminister beraten

Zwei Mitarbeiterinnen verarbeiten Corona-Schnelltests (Antigentests) in einem Testcenter.

Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder haben heute gemeinsam mit Karl Lauterbach über die weiteren Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beraten. Im Rahmen einer Videokonferenz diskutieren sie unter anderem über eine Änderung der Corona-Teststrategie und die Entlastung von Arztpraxen.

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Ärztinnen und Ärzte sollen Unterstützung bekommen

Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder haben den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten mit Blick auf die schnelle Verbreitung der Corona-Variante Omikron Unterstützung zugesagt. In einer Videoschalte am Montagabend baten die Ressortchefinnen und -chefs das Bundesgesundheitsministerium, die Regelungen zur telefonischen Krankschreibung bei Atemwegserkrankungen zu verlängern. Die Ärztinnen und Ärzte bräuchten diese Unterstützung, „damit sie nicht von Patienten überrollt werden“, sagte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne nach den Beratungen. Die SPD-Politikerin ist aktuell Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz.

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Zudem soll es weiterhin möglich sein, dass ärztliche und psychotherapeutische Konsultationen digital erfolgen. Auch einen Rettungsschirm für Praxen soll es geben, wenn diese einen hohen Personalausfall haben oder nicht akute Behandlungen verschoben werden müssten. Das Bundesgesundheitsministerium soll zudem die Kostenübernahme bei der Aufnahme ausländischer Patientinnen und Patienten in Deutschland klären.

Übergangsregelung bei verkürztem Genesenenstatus

Die Verkürzung des Corona-Genesenenstatus von sechs auf drei Monate war in der Schalte ebenfalls Thema. Die Länder-Ressortchefinnen und -Ressortchefs baten das Bundesgesundheitsministerium, Übergangsregelungen für betroffene Personen zu erarbeiten. Diese seien insbesondere für gebuchte Reisen und für den Zugang zu Veranstaltungen notwendig, sagte Grimm-Benne. „Das ist als Problemstellung erkannt worden.“

Lauterbach kündigt weitere Modellrechnungen an

Laut Grimm-Benne kündigte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in der Schalte an, dass weitere Modellrechnungen durchgeführt würden, wie schnell sich Omikron in Deutschland verbreiten werde. Derzeit gehe man von einer Verdopplung der Zahlen alle sechseinhalb Tage aus, sagte Grimm-Benne. Die Ergebnisse sollen am Wochenende in einer weiteren Konferenz der Gesundheitsministerinnen und -minister diskutiert werden.

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Lauterbach: „Ich warne davor, Omikron zu unterschätzen.“

„Mein Weg ist in Richtung des Schutzes, der notwendig ist, dass wir mit solchen rekombinanten Varianten im Herbst nicht wirklich kämpfen müssen.“

Änderung der Teststrategie

Änderungen könnte es demnächst auch bei der Teststrategie geben, um einer Überlastung der Laborkapazitäten entgegenzuwirken. Eine Freitestung aus der Quarantäne oder Isolation soll grundsätzlich mit einem Schnelltest statt einem PCR-Test durchgeführt werden. Lediglich bei Beschäftigten der kritischen Infrastruktur wie in Pflegeheimen und Krankenhäusern soll in diesen Fällen noch ein PCR-Test erfolgen. Wer in Quarantäne müsse, habe jedoch weiterhin Anspruch auf einen PCR-Test, sagte Grimm-Benne.

RND/dpa

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