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Terrorzelle in NRW: Anklage gegen fünf weitere mutmaßliche IS-Mitglieder erhoben

  • Mutmaßliche IS-Mitglieder haben ausgehend von einem russisch- und tadschikischsprachigen Online-Netzwerk eine IS-Terrorzelle in Nordrhein-Westfahlen gegründet.
  • Ende Januar wurde ein Mitglied zu sieben Jahren Haft verurteilt.
  • Jetzt hat die Bundesstaatsanwaltschaft weitere mutmaßliche Beteiligte angeklagt.
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Düsseldorf, Karlsruhe. Nach der Verurteilung eines tadschikischen IS-Mitglieds aus Wuppertal zu sieben Jahren Haft hat der Generalbundesanwalt Anklage gegen weitere Verdächtige vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf erhoben. Die fünf Angeschuldigten, die ebenfalls tadschikische Staatsangehörige sind, seien hinreichend verdächtig, sich als Mitglieder an der ausländischen terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ (IS) beteiligt zu haben, teilte die Bundesanwaltschaft am Montag in Karlsruhe mit.

Darüber hinaus werden einem der vier Angeschuldigten Verstöße gegen das Waffengesetz sowie die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen. Bei einem anderen der Beschuldigten geht es auch um Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz.

Enge Kontakte zur IS-Führung

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Der Generalbundesanwalt verweist in der Anklageschrift zu den fünf Beschuldigten auf enge Kontakte zu hochrangigen Führungskadern der Terrorgruppe IS, unter deren Anweisung von Nordrhein-Westfalen aus über das Internet verschiedene Aktivitäten wie Schulungen, Spendensammlungen und Mitgliederrekrutierungen aufgebaut worden seien. Grundlage hierfür sei ein russisch- und tadschikischsprachiges Online-Netzwerk gewesen.

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Letztlich hätten die Aktivitäten in dem Bundesland zur Gründung einer eigenen NRW-Terrorzelle der Vereinigung im Januar 2019 geführt, hieß es. Dieser Zelle habe neben den fünf Angeschuldigten auch Ravsan B. aus Wuppertal angehört, der Ende Januar vom Oberlandesgericht Düsseldorf zu sieben Jahren Haft verurteilt worden war.

RND/epd

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