Effekt größer als bislang gedacht

Neue Studie: Tempolimit könnte Millionen Tonnen CO₂-Emissionen vermeiden

Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen könnte den CO₂-Ausstoß deutlich senken, bestätigt eine aktuelle Studie (Symbolbild).

Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen könnte den CO₂-Ausstoß deutlich senken, bestätigt eine aktuelle Studie (Symbolbild).

Die Einführung eines generellen Tempolimits auf Autobahnen führt nach wie vor zu hitzigen Debatten in Deutschland. Bisher hat sich die Bundesregierung dagegen entschieden: In ihrem Koalitionsvertrag verzichtete die Ampelkoalition auf eine solche Geschwindigkeitsbegrenzung.

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Auch der Versuch, ein allgemeines Tempolimit durch eine Verfassungsbeschwerde durchzusetzen, ist diese Woche vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Als Begründung nannte das Gericht unter anderem, dass nicht ausreichend belegt sei, warum ein Tempolimit sinnvoll für die Einsparung von CO₂ ist, berichtete die „Tagesschau“.

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6,7 Millionen Tonnen weniger Schadstoffe und CO₂

Eine Erhebung des Umweltbundesamtes zeigt nun, dass ein generelles Tempolimit den Ausstoß von deutlich mehr CO₂ und anderen Luftschadstoffen vermeiden könnte, als bisher angenommen. Demnach ließen sich bei einem maximalen Tempo von 120 Stundenkilometern pro Jahr 6,7 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente einsparen. Damit sind sowohl Kohlendioxid als auch andere Treibhausgase wie Methan gemeint. Allein auf den Pkw-Verkehr auf Autobahnen bezogen ergibt sich somit ein Rückgang der CO₂-Emissionen um 10,5 Prozent, heißt es in der Studie. Insgesamt würden durch ein Tempolimit 4,2 Prozent weniger CO₂-Emissionen und andere Luftschadstoffe durch den Straßenverkehr in Deutschland entstehen.

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2020 war das Umweltbundesamt noch von einer Reduktion von lediglich 2,6 Millionen Tonnen ausgegangen. Als Gründe für den Unterschied nannte die Studie unter anderem die Berücksichtigung von „Routenwahl- und Nachfrageeffekten“. Demnach müsse auch eine Verhaltensänderung der Fahrerinnen und Fahrer durch das Tempolimit mit einberechnet werden: „Es entsteht eine Verlagerung ins untergeordnete Netz, da durch die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit die Autobahn an Schnelligkeit und somit an Attraktivität verliert“, heißt es in der Studie. Statt der Autobahn würden Fahrerinnen und Fahrer den direkteren Weg, etwa über Landstraßen, wählen.

Entgegen der Regierungsentscheidung ist die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger für ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen: Bei einer Umfrage im vergangenen Jahr stimmten knapp 70 Prozent für eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Die Umfrage wurde von YouGov im Auftrag des Fahrzeugportals Mobile.de durchgeführt. 2019 Personen nahmen daran teil, darunter 1558 Autofahrerinnen Autofahrer.

RND/al

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