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Telefonat: Xi bietet Merkel Zusammenarbeit an - aber verbittet sich Einmischung

  • Bundeskanzlerin Merkel hat in einem Telefonat mit Chinas Staatschef Xi Jinping über die Beziehungen zwischen der EU und China gesprochen.
  • Die EU hatte zuvor erstmals nach Jahrzehnten Sanktionen gegen China verhängt.
  • Xi betonte, dass gegenseitiger Respekt nötig sei und es keine Einmischung geben dürfe.
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Peking. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat in einem Telefonat mit Kanzlerin Angela Merkel seine Hoffnung auf einen Ausbau der Zusammenarbeit mit Deutschland und der Europäischen Union ausgedrückt.

Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen beiden Seiten sagte Chinas Präsident nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua in dem Gespräch am Mittwoch, die Beziehungen zwischen China und der EU sähen „neue Möglichkeiten und verschiedene Herausforderungen“.

Der Schlüssel sei aber, entschieden einen Kurs einzuschlagen, der sich an einer strategischen Perspektive und gegenseitigem Respekt orientiere und „Einmischung ausschließt“.

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China beklagt „Einmischung in innere Angelenheiten“

Das Gespräch erfolgte zwei Wochen nachdem die Europäische Union erstmals seit mehr als drei Jahrzehnten wieder Sanktionen wegen Verletzungen der Menschenrechte gegen China verhängt hatte. Sie richten sich gegen Verantwortliche für die Verfolgung der muslimischen Minderheit der Uiguren in Nordwestchina.

Die Regierung in Peking beklagte „Einmischung in innere Angelegenheiten“ und verhängte noch weitgehendere Gegensanktionen gegen deutsche und andere europäische Politiker, Experten und Institutionen.

Aus dem Xinhua-Bericht ging nicht hervor, wie Merkel und Xi auf den Streit eingegangen sind. „Chinas Entwicklung ist eine Gelegenheit für die Europäische Union, und wir hoffen, dass die EU unabhängig eine korrekte Entscheidung treffen wird und wirklich seine strategische Autonomie erzielt“, sagte Xi Jinping nach diesen Angaben in einem möglichen indirekten Hinweis auf die USA, die unter dem neuen Präsidenten Joe Biden mit ihren Verbündeten eine gemeinsame China-Politik verfolgen wollen.

RND/dpa

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