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„Ich will nicht an die Front!“

Medienbericht: Russischer Kriegsdienstverweigerer zündet sich selbst an

dpatopbilder - ARCHIV - 05.05.2022, Ukraine, Sewastopol: Der Buchstabe «Z» ist auf einem Gebäude, unter dem Soldaten der russischen Nationalgarde (Rosguardia) in der von Russland 2014 annektierten Stadt zu sehen entlangmarschieren. Knapp sieben Monate nach Beginn des Krieges gegen die Ukraine hat Russland eine Teilmobilmachung der eigenen Streitkräfte angeordnet. Er habe diese Entscheidung nach einem Vorschlag des Verteidigungsministeriums getroffen und das Dekret unterschrieben, sagte Kremlchef Wladimir Putin in einer Fernsehansprache. Die Teilmobilisierung beginne noch an diesem Mittwoch. Foto: Uncredited/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

dpatopbilder - ARCHIV - 05.05.2022, Ukraine, Sewastopol: Der Buchstabe «Z» ist auf einem Gebäude, unter dem Soldaten der russischen Nationalgarde (Rosguardia) in der von Russland 2014 annektierten Stadt zu sehen entlangmarschieren. Knapp sieben Monate nach Beginn des Krieges gegen die Ukraine hat Russland eine Teilmobilmachung der eigenen Streitkräfte angeordnet. Er habe diese Entscheidung nach einem Vorschlag des Verteidigungsministeriums getroffen und das Dekret unterschrieben, sagte Kremlchef Wladimir Putin in einer Fernsehansprache. Die Teilmobilisierung beginne noch an diesem Mittwoch. Foto: Uncredited/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Rjasan. Aus Verzweiflung über seine drohende Einberufung zum Krieg gegen die Ukraine hat sich ein Mann in Russland Medienberichten zufolge selbst angezündet. Das Medium „Nowaja Gaseta“ veröffentlichte am Montag das Video einer Überwachungskamera, auf dem zu sehen ist, wie sich eine Person mit einer Flüssigkeit übergießt und kurz darauf am ganzen Körper brennt. Augenzeugen zufolge rief der brennende Mann am Busbahnhof in der Stadt Rjasan rund 200 Kilometer südöstlich von Moskau: „Ich will nicht an die Front!“

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+++ Alle Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine im Liveblog +++

Polizisten sollen das Feuer gelöscht haben, und der Mann soll verletzt in ein Krankenhaus gekommen sein. Über seinen genauen Gesundheitszustand gab es in russischen Medien unterschiedliche Angaben. Offizielle Mitteilungen zu dem Vorfall, der sich bereits am Sonntag ereignet haben soll, gab es zunächst nicht.

Panik und Proteste nach Teilmobilmachung

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am vergangenen Mittwoch eine Teilmobilmachung von Reservisten angeordnet. Er reagierte damit auf jüngste Niederlagen seiner Armee im Krieg gegen die Ukraine, den Russland vor mehr als sieben Monaten begonnen hat. Offiziell sollen insgesamt 300.000 Russen für die Front eingezogen werden – bei vielen Bürgern löste das Panik aus. Seit Tagen kommt es landesweit immer wieder zu Protesten und Angriffe auf Einberufungsstellen.

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In der Kleinstadt Tarussa rund 130 Kilometer südlich von Moskau warfen Unbekannte Medienberichten zufolge einen Molotow-Cocktail auf das Gebäude eines Rekrutierungszentrums. In der russischen Teilrepublik Dagestan im Kaukasus, wo es am Sonntag größere Proteste gegeben hatte, wurde nun über rund 120 Festnahmen berichtet.

RND/dpa

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