Teil-Lockdown: Weil ruft zum Melden von Corona-Verstößen auf

  • Am ersten Tag der neuen Corona-Beschränkungen hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil dazu ermutigt, Regelbrüche zu melden.
  • Alle Bürger müssten beim Infektionsschutz mitwirken.
  • Für eine Diskussion über mögliche Lockerungen sei hingegen noch nicht der richtige Zeitpunkt.
Anzeige
Anzeige

Hannover. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat die Bürger dazu aufgerufen, Verstöße gegen die Corona-Auflagen zu melden. „Das macht keiner gerne. Und dann kommt auch schnell der Gedanke auf, “Mensch, bin ich jetzt eine Petze oder gar ein Denunziant?”, aber ehrlich gesagt: Im Moment geht es um richtig viel“, sagte der SPD-Politiker am Montag NDR Niedersachsen, wo er sich Fragen von Hörern und Zuschauern stellte. „Und deswegen können wir eine solche Mithilfe aus der Bevölkerung auch gut gebrauchen.“ Der SPD-Politiker unterstrich: „Jetzt haben wir es mit Infektionsschutz zu tun, und da ist es einfach auch richtig, wenn wir alle auch mitwirken.“

Video
Neuer Lockdown hat begonnen
1:57 min
Viele haben am Wochenende noch einmal das Kulturangebot genossen, bevor ab Montag strengere Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft treten.  © Reuters

Für mögliche Lockerungen nach dem am Montag gestarteten Teil-Lockdown stellte Weil noch keinen Zeitpunkt in Aussicht. „Wenn wir sehen, in zwei Wochen zum Beispiel, jetzt fängt es aber an, sich in die richtige Richtung zu bewegen, dann werden wir wahrscheinlich so eine Diskussion führen“, sagte der Ministerpräsident. „In der Situation, in der wir jetzt sind, wo es immer noch steil bergauf geht von Tag zu Tag, da wäre es wirklich vermessen, die andere Diskussion zu führen.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Weil appelliert an alle, Kontakte zu reduzieren

Weil appellierte an jeden und jede einzelne, die Kontakte einen Monat lang kräftig zu reduzieren. „Wenn wir das schaffen, dann werden wir das auch deutlich bei den Infektionszahlen sehen. Und dann gehen wir in den Dezember, dann gehen wir in die Vorweihnachtszeit einfach auch auf einem ganz anderen Infektionsniveau und dann sind wir nicht in einer so akute Krise.“

Mit einem vierwöchigen Teil-Lockdown sollen die sprunghaft steigenden Corona-Infektionszahlen schnell wieder abgeflacht werden. Praktisch alle Freizeit-, Kultur- und Sporteinrichtungen bleiben geschlossen. Die meisten Veranstaltungen sind verboten. Auch Privattreffen zu Hause begrenzt die neue Corona-Verordnung.

RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen