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Teil-Lockdown in Bulgarien: Schulen und Gastronomie schließen - Theater nicht

  • In Bulgarien steigen die Infektionszahlen mit dem Coronavirus.
  • In einem neuen Teil-Lockdown müssen unter anderem Gastronomie, Einkaufszentren, Schulen, Universitäten und Museen schließen.
  • Theater bleiben beispielsweise geöffnet, dürfen aber nur 30 Prozent ihrer Plätze besetzen.
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Sofia. Bulgariens Regierung hat wegen kontinuierlich stark steigender Corona-Neuinfektionszahlen einen Teil-Lockdown beschlossen. Trotz Protesten von Maßnahmen-Gegnern müssen Nachtclubs, die Gastronomie, Einkaufszentren und Fitnessstudios bis 21. Dezember geschlossen bleiben.

Wie aus einer Verordnung von Gesundheitsminister Kostadin Angelow vom Mittwoch weiter hervorgeht, müssen auch Universitäten, Schulen, Kindergärten und -horte schließen. Kinos, Museen und Galerien dürfen ebenso nicht mehr öffnen. Für die betroffenen Unternehmen sollen 400 Millionen Lewa (rund 200 Millionen Euro) bereitgestellt werden, sagte Regierungschef Boiko Borissow.

Theater: 30 Prozent der Plätze besetzen

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„Wir müssen so viele Menschen wie möglich gesund und am Leben erhalten, bis die Impfung da ist“, erklärte der Chef des Coronastabs Wenzislaw Mutaftschijski am Mittwoch.

In dem südöstlichen EU-Land wurden am Mittwoch 4382 Corona-Neuansteckungen bei einer Bevölkerung von 6,9 Millionen Menschen registriert. Die Maßnahmen in Bulgarien seien allerdings viel liberaler als die in anderen Ländern Europas.

Supermärkte, Drogerien, Apotheken, Optiker, Banken, Versicherungen und Tankstellen dürfen weiter geöffnet bleiben. Weitere Ausnahmen sind Theaterhäuser, die allerdings nur 30 Prozent der Plätze besetzen dürfen, sowie kleine Läden und der Liefer- und Take-away-Service von Restaurants. Auch Kirchen und Moscheen bleiben geöffnet. Sportevents dürfen ohne Publikum weiter organisiert werden.

Mit dem Coronavirus sind in Bulgarien aktuell 86 020 Menschen infiziert - vor einer Woche waren es noch 72 649. Seit Beginn der Pandemie wurden amtlichen Angaben zufolge insgesamt 129 348 Corona-Infektionen nachgewiesen. 3 226 Menschen starben mit Covid-19. Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz ist seit Oktober auch im Freien wieder obligatorisch, wenn das Einhalten des Corona-Abstands unmöglich ist.

RND/dpa

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