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Tareq Alaows verzichtet auf Kandidatur – Bundesregierung solidarisiert sich

  • Der gebürtige Syrer Tareq Alaows wollte für den Bundestag kandidieren.
  • Am Dienstag verzichtete er – wegen rassistischer Anfeindungen und Drohungen.
  • Die Integrationsstaatsministerin der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), bedauert dies.
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Berlin. Die Integrationsstaatsministerin der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), hat bedauert, dass Tareq Alaows, der einst aus Syrien geflüchtet war, seine Bundestagskandidatur für die Grünen in Nordrhein-Westfalen wegen offenbar rassistischer Drohungen gegen sich selbst und seine Familie zurückgezogen hat.

„Dass Menschen aufgrund ihrer Herkunft bedroht und damit von demokratischem Engagement abgehalten werden, dürfen wir niemals hinnehmen“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Demokraten stehen zusammen: Gemeinsam gegen Rassismus!“

Der 31-jährige Grünen-Politiker wollte „als erste aus Syrien geflüchtete Person im Bundestag den hunderttausenden Menschen, die auf der Flucht sind und hier mit uns leben, eine politische Stimme geben“, wie er bei der Bewerbung erklärt hatte. Am Dienstag nahm er nun davon Abstand.

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Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) nannte es am Dienstag bei Twitter „erbärmlich für unsere Demokratie“, dass die erste Bundestagskandidatur eines Geflüchteten aus Syrien an Bedrohungen und Rassismus scheitere. Er rief zur Solidarität mit Alaows auf – und mit „allen, die sich ehrenamtlich engagieren und angefeindet werden“.

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Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, reagierte entsetzt. „Dass es Tareq Alaows nicht möglich ist, für den Bundestag zu kandidieren, ohne seine und die Sicherheit seiner Familie aufs Spiel zu setzen, ist hochgradig beschämend für unsere demokratische Gesellschaft“, schrieb sie auf Twitter. „Wir müssen uns solchen rassistischen Anfeindungen noch wirksamer entgegenstellen!“

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