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Taliban: Weibliche Angestellte der Stadt Kabul sollen zu Hause bleiben

  • Einige Taliban hatten nach der Machtübernahme Toleranz angekündigt.
  • Doch weibliche Angestellte der Stadt Kabul sind aufgefordert worden, zu Hause zu bleiben.
  • Nur Frauen, die nicht durch Männer ersetzt werden könnten, dürften zur Arbeit kommen, sagte der Interimsbürgermeister.
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Kabul. Weibliche Angestellte der Stadt Kabul sind nach Angaben des dortigen Interimsbürgermeisters aufgefordert worden, zu Hause zu bleiben. Nur Frauen, die nicht durch Männer ersetzt werden könnten, dürften zur Arbeit kommen, sagte der Bürgermeister Hamdullah Namoni am Sonntag zur Anordnung der Taliban-Regierung.

Dazu gehörten Mitarbeiterinnen von Design- und Ingenieursabteilungen und Angestellte, die für Damentoiletten zuständig seien. Wie viele Frauen zu Hause bleiben müssten, sagte er nicht.

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Taliban beschränken öffentliches Leben für Frauen

Damit geben die Taliban wieder zu verstehen, dass sie eine strenge Auslegung des Islam durchsetzen, zu der Beschränkungen für Frauen im öffentlichen Leben gehören. Eigentlich hatten einige Taliban nach der Rückkehr an die Macht in Afghanistan im August versprochen, dass sie Toleranz zeigen würden. Während ihrer vorherigen Herrschaft in den 1990er Jahren hatten die Taliban Mädchen und Frauen keinen Schulbesuch oder Arbeitsplatz zuteil werden lassen.

Vor der Machtübernahme der Taliban im August seien etwas weniger als ein Drittel von etwa 3000 Angestellten der Stadt Frauen gewesen, sagte Namoni.

RND/AP

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