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Trotz Friedensgesprächen: Taliban töten mehr als 50 Menschen in Afghanistan

  • Eigentlich verhandeln die afghanische Regierung und die islamistisch-militanten Taliban derzeit über Frieden.
  • Trotzdem nahm die Gewalt in den vergangenen zwei Wochen sogar zu.
  • Nun sind in mehreren Teilen Afghanistans mehr als 50 Menschen Angriffen der Taliban zum Opfer gefallen.
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Kabul. In Afghanistan kommt es ungeachtet der Friedensgespräche zwischen Regierung und islamistisch-militanten Taliban weiter zu Gewalt. Bei Angriffen der Taliban in fünf Provinzen seien mindestens 53 Mitglieder der Sicherheitskräfte getötet und 51 weitere verletzt worden, teilten örtliche Behörden am Montag mit. Allein in der Provinz Urusgan im Süden des Landes habe es mehr als zwei Dutzend Tote gegeben, teilte ein Mitglied des Provinzrates mit.

Nach Angaben des Innenministeriums fielen in den vergangenen zwei Wochen zudem 98 Zivilisten der Gewalt zum Opfer. Weitere 230 seien verletzt worden. Der US-Sondergesandte Zalmay Khalilzad äußerte in einem Tweet sein Bedauern über die Zunahme der Gewalt.

In Katar waren Delegationen der Taliban und der Regierung am 12. September zum Start von lange geplanten Friedensgesprächen zusammengekommen. Beobachter erwarten zähe und lange Verhandlungen. Beide Konfliktparteien beteuern, dass sie der Gewalt ein Ende setzen wollen.

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Die Taliban hatten von 1996 bis zur US-geführten Intervention 2001 weite Teile Afghanistans beherrscht. Ende Februar unterzeichneten sie mit den USA ein Abkommen, das einen schrittweisen Abzug der Nato-Soldaten aus Afghanistan vorsieht. Die Taliban verpflichteten sich im Gegenzug zu Friedensgesprächen.

RND/dpa

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