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Afghanistan: Mehr als 30 Übergriffe auf Journalisten seit Mitte August

  • Seit der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban haben es Journalisten in Afghanistan besonders schwer.
  • 30 Attacken auf Medienvertreter habe es seitdem gegeben.
  • Das schreibt die afghanische Journalistenvereinigung ANJU in einem Bericht.
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Dubai, Kabul. Seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hat es mehr als 30 gewaltsame Übergriffe und Gewaltandrohungen auf Journalisten und Medienvertreter gegeben.

Für fast 90 Prozent davon seien die Radikalislamisten verantwortlich, hieß es in einem Bericht der afghanischen Journalistenvereinigung ANJU, über den der TV-Sender Tolo am Mittwochabend berichtete. Ein Journalist sei getötet worden.

70 Prozent aller Medien-Organisationen haben Arbeit nach Taliban-Machtübernahme eingestellt

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Bei 40 Prozent der Übergriffe habe es sich um körperliche Gewalt gehandelt. Weitere 40 Prozent seien Beschimpfungen und verbale Gewaltandrohungen gewesen, die restlichen 20 Prozent registrierte ANJU als Freiheitsberaubungen. Sechs der 30 Fälle ereigneten sich in der Hauptstadt Kabul. Laut ANJU haben mehr als 70 Prozent aller Medien-Organisationen in Afghanistan ihre Arbeit seit der Machtübernahme der Taliban Mitte August eingestellt.

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Die Lage für Medienschaffende ist in Afghanistan seit Jahrzehnten gefährlich. Seit 2001 wurden dort laut dem Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) 64 Journalistinnen und Journalisten bei der Arbeit getötet. Die Machtübernahme der Taliban verschlechtert die Situation weiter, vor allem für Frauen.

RND/epd

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