Biden droht Taliban mit „starker militärischer Reaktion“ bei Gefährdung von US-Personal

Joe Biden, Präsident der USA, spricht im East Room des Weißen Hauses.

Joe Biden, Präsident der USA, spricht im East Room des Weißen Hauses.

Washington. US-Präsident Joe Biden hat den islamistischen und militanten Taliban mit „einer raschen und starken militärischen Reaktion“ gedroht, falls diese das US-Personal in Afghanistan gefährdeten. Das habe er Vertretern der Taliban in Doha in Katar ausrichten lassen, hieß es in einer Mitteilung des US-Präsidenten am Samstag. Das gelte für „jede Aktion der Taliban vor Ort in Afghanistan, die das US-Personal oder unsere Mission dort gefährdet“.

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Gleichzeitig wies der US-Präsident Streitkräfte und Nachrichtendienste an, „dafür zu sorgen, dass wir die Fähigkeit und die Wachsamkeit aufrechterhalten, künftigen terroristischen Bedrohungen aus Afghanistan zu begegnen“. Mit Blick auf die Evakuierung von afghanischen Helfern, die den US-Truppen während des Einsatzes geholfen hatten, erklärte Biden: „Wir arbeiten daran, Tausende von Menschen, die unsere Sache unterstützt haben, und ihre Familien zu evakuieren.“

Bundeswehr bereitet Evakuierungseinsatz vor - Taliban erreichen Kabul
15.08.2021, Afghanistan, Kabul: Ein Hubschrauber der USA von Typ Chinook ��berfliegt die Stadt Kabul. Taliban-K��mpfer sind am Sonntag in die Au��enbezirke der afghanischen Hauptstadt eingedrungen und haben das Land weiter unter ihre Kontrolle gebracht, w��hrend in Panik geratene Angestellte aus Regierungsb��ros flohen und Hubschrauber bei der US-Botschaft landeten. Foto: Rahmat Gul/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Taliban rücken am Sonntag nach Angaben des afghanischen Innenministeriums in die Hauptstadt Kabul ein.

Biden gibt Trump Mitschuld

Er wies zudem seinem Vorgänger Donald Trump eine Mitverantwortung für den Siegeszug der Taliban zu. „Als ich das Amt antrat, erbte ich einen von meinem Vorgänger ausgehandelten Deal - zu dessen Diskussion er die Taliban nach Camp David am Vorabend des 9/11 von 2019 einlud - der die Taliban militärisch in die stärkste Position seit 2001 brachte”, sagte Biden. „Ich war der vierte Präsident, der einer amerikanischen Truppenpräsenz in Afghanistan vorsteht - zwei Republikaner, zwei Demokraten. Ich würde und werde diesen Krieg nicht an einen fünften weitergeben.”

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US-Außenminister Antony Blinken telefonierte am Samstag (Ortszeit) mit dem afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani. Sie hätten die Dringlichkeit der laufenden diplomatischen und politischen Bemühungen zur Eindämmung der Gewalt erörtert, teile das US-Außenministerium mit. Blinken habe die „anhaltende Unterstützung für das afghanische Volk“ betont.

RND/dpa/AP

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