Taiwans Präsidentin kritisiert Ausschluss von WHO-Versammlung

  • Bereits vor der Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) war ein heftiger Streit über die Teilnahme Taiwans entbrannt.
  • China betrachtet die Insel als abtrünnige Provinz und blockiert ihre Teilnahme seit drei Jahren.
  • Es setzte sich durch - dabei kann Taiwan im Kampf gegen die Corona-Epidemie große Erfolge vorweisen.
Anzeige
Anzeige

Taipeh. Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen hat den Ausschluss ihres Landes von der Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisiert.

Die WHO habe politischem Druck nachgegeben und Taiwan keine Einladung zukommen lassen, sagte Tsai am Dienstag. “Wir werden uns weiterhin anstrengen, Taiwan für die Welt sichtbar zu machen.”

+++Immer aktuell: Hier geht’s zum Corona-Liveblog+++

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Die zweitägige Online-Sitzung der WHO hatte am Montag begonnen. Über die Frage, ob Taiwan, das im Kampf gegen die Corona-Epidemie große Erfolge vorweisen kann, teilnehmen darf, war im Vorfeld ein heftiger Streit entbrannt.

Anzeige

China betrachtet die Insel als abtrünnige Provinz und blockiert ihre Teilnahme seit drei Jahren.

Video
Merkel stärkt WHO den Rücken
1:18 min
Kanzlerin Angela Merkel wirbt für weltweite Zusammenarbeit gegen Corona. Sie richtete diese Worte an die WHO-Koferenz in Genf per Videobotschaft.  © Reuters
Anzeige

In diesem Jahr hatten die USA Verbündete zusammengetrommelt, um Taiwans Teilnahme durchzusetzen. Laut US-Außenminister Mike Pompeo hatte am Ende eine entsprechende Resolution aber keine Chance auf eine Mehrheit und wurde deshalb auf die nächste Sitzung vertagt.

RND/cle/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen