Bericht: Behörden besorgt über Tag-X-Fantasien in Corona-Krise

  • Schon lange hegen einige Rechtsextremisten die Fantasie eines Tag X, an dem es zum Systemumsturz kommt.
  • In der Corona-Krise verschärfen sich die Sorgen darüber unter Sicherheitsverantwortlichen.
  • Besonders eine Sache alarmiert die Behörden.
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Düsseldorf. Bei Sicherheitsverantwortlichen wächst laut einem Medienbericht die Sorge über rechtsextremistische Bemühungen, die lauter werdende Kritik an den Corona-Regeln zu bündeln und sie für die Vorbereitung von Umsturzversuchen am “Tag X” zu instrumentalisieren. “In der aktuellen Corona-Lage sind die Behörden besonders sensibel, gerade im Hinblick auf die Tag-X-Fantasien”, sagte der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages, Armin Schuster (CDU), der “Rheinischen Post”.

Das Gremium könnte sich an diesem Mittwoch mit der Gefahrenlage befassen. Vor diesem Hintergrund warnte FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae vor “paramilitärischen Strukturen mit staatsumstürzenden Tendenzen”. Die Bundesregierung müsse ein Verbot des Vereins Uniter prüfen. Dass an Übungen einer Einheit des Vereins “Soldaten und Polizisten in Flecktarn als Vorbereitung auf den ‚Tag X’ teilnehmen”, sollte alle mit Sorge erfüllen, so Thomae weiter.

Uniter gilt beim Verfassungsschutz als Prüffall

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Der Verfassungsschutz stufte Uniter zuletzt bereits als Prüffall ein. Erst im März war bekannt geworden, dass ein Mitbegründer des Vereins inzwischen bei der Polizei arbeitet. Die Bundesregierung warnte zudem zuletzt vor einer Zunahme rechtsextremistischer Anschläge.

Der “Tag X” wird von Preppern als Katastrophenfall, auf den es sich vorzubereiten gelte, propagiert. Auch unter so manchen Rechtsextremisten ist diese Fantasie beliebt. Dort sich ein “Tag X” als Auftakt zum Systemumsturz ausgemalt. Bundesweite Bekanntheit erlangte etwa die mutmaßlich rechtsextreme Gruppe “Nordkreuz”.

RND/cz

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