• Startseite
  • Politik
  • Tag gegen Homophobie am 17. Mai: Brandenburger Landtag hisst Regenbogenflagge

Brandenburger Landtag hisst Regenbogenflagge - zum Tag gegen Homophobie

  • Brandenburg beflaggt seinen Landtag für einige Tage mit einer Regenbogenflagge.
  • Anlass ist der internationale Tag gegen Homo-, Bi- und Transphobie (IDAHOT) am 17. Mai.
  • Damit werde ein “Zeichen gegen Diskriminierung und Gewalt und für Toleranz” gesetzt, sagte Landtags-Vizepräsidentin Barbara Richstein.
Anzeige
Anzeige

Potsdam. Am brandenburgischen Landtag weht wieder die Regenbogenflagge für Toleranz und gegen Diskriminierung. Die Flagge wurde am Freitag anlässlich des internationalen Tages gegen Homo-, Bi- und Transphobie (IDAHOT) am 17. Mai gehisst, teilte der Landtag in Potsdam mit. Sie soll bis zum 22. Mai im Innenhof des Landtags wehen.

Mit dem Hissen der Regenbogenflagge setze das märkische Parlament "zum vierten Mal ein sichtbares Zeichen gegen Diskriminierung und Gewalt und für Toleranz", erklärte Vizepräsidentin Barbara Richstein (CDU): "Der 17. Mai ist ein Aufruf an uns alle überall auf der Welt, Homophobie zu ächten. Denn die Menschenrechte gelten in allen Ländern und für alle kulturellen Traditionen."

Es sei erfreulich, dass Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt steige, erklärte Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Der Aktionsplan Queeres Brandenburg solle dazu beitragen, dass dies auch so bleibe.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige
Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz von Brandenburg, und Barbara Richstein (CDU), Landtags-Vizepräsidentin, hissen vor dem Landtag die Regenbogenfahne. © Quelle: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/ZB

Seit 2005 machte der IDAHOT auf Diskriminierung aufmerksam

Nonnemacher wies zugleich auf die schwierige Situation von Kindern hin, die nicht mit eindeutigem Geschlecht zur Welt kommen. Diese würden noch immer geschlechtsverändernden Operationen unterzogen, die medizinisch nicht notwendig seien und für die Betroffenen oft große Probleme verursachten, betonte die Ministerin. Sie begrüße deshalb, dass dazu im Bundesrecht Änderungen geplant seien.

Vor 30 Jahren, am 17. Mai 1990, beschloss die Weltgesundheitsorganisation (WHO), Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. Seit 2005 wird daran weltweit mit einem Aktionstag erinnert, um auf anhaltende Diskriminierung aufmerksam zu machen.

epd

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen