Syrien: Vermögen von Assad-Cousin beschlagnahmt

  • Die syrische Regierung in Damaskus hat das Vermögen des Assad-Cousins Rami Machluf beschlagnahmt.
  • Dieser Schritt geht aus einem Schreiben des Finanzministeriums hervor.
  • Der Streit um Gelder in Millionenhöhe ist aber offenbar noch nicht vorbei.
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Damaskus. Im Finanzstreit mit dem syrischen Milliardär und Assad-Cousin Rami Machluf hat die Regierung in Damaskus das Vermögen des Geschäftsmannes beschlagnahmt. Das geht aus einem Schreiben des syrischen Finanzministeriums hervor, das am Dienstag bekannt wurde. Demnach handelt es sich um eine vorsorgliche Maßnahme. Beschlagnahmt würden auch das Vermögen der Ehefrau und der Kinder Machlufs.

Der berühmt-berüchtigte Geschäftsmann ist ein Cousin von Machthaber Baschar al-Assad und Haupteigner des Mobilfunkunternehmens Syriatel. Er galt lange als treuer Unterstützer des Präsidenten. Syriens Regierung verlangt von Syriatel jedoch Gelder in Millionenhöhe, die Machluf für überzogen hält.

Rami Machluf hatte Konflikt in Videos öffentlich gemacht

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Dem Brief des Finanzministeriums zufolge sollen mit der Beschlagnahmung Zahlungen an die syrische Regulierungsbehörde für Telekommunikation gewährleistet werden. Dabei geht es Regierungsangaben zufolge um einen Betrag von mehr als 230 Milliarden Syrischen Pfund (rund 120 Millionen Euro gemäß dem aktuellen inoffiziellen Wechselkurs).

Der Milliardär hatte den Konflikt in den vergangenen Wochen in drei Videos auf seiner Facebook-Seite öffentlich gemacht. Dabei wandte er sich direkt an Assad und warnte, Syriatel drohe der Zusammenbruch. Das syrische Kommunikationsminsterium warf ihm am Montag eine "Betrugskampagne" vor.

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Die USA und die Europäische Union haben Machluf auf die Sanktionsliste gesetzt, weil er die syrische Regierung unterstützt. Viele sehen in ihm ein Symbol der ausufernden Korruption in dem Bürgerkriegsland. Dass er sich zunehmend öffentlich äußert, ist ein Beleg für einen tiefen Riss in der syrischen Herrscherelite.

RND/dpa

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