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  • Swetlana Tichanowskaja: Litauen liefert belarussische Oppositionsführerin nicht aus

Zuerst müsste „Hölle gefrieren“ – Litauen liefert belarussische Oppositionsführerin nicht aus

  • Der belarussische Präsidenten Alexander Lukaschenko hat die Auslieferung einer seiner schärfsten Kritikerinnen von Litauen gefordert.
  • Die Oppositionspolitikerin Swetlana Tichanowskaja war nach der Wahl in den baltischen Staat geflüchtet.
  • Sie wirft Lukaschenko Wahlmanipulation vor.
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Vilnius. Litauen hat die Auslieferung der belarussischen Oppositionspolitikern Swetlana Tichanowskaja verweigert. Bevor dem Antrag des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko stattgegeben werde, müsse „zuerst die Hölle gefrieren“, teilte am Freitag der litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis mit. Belarus hatte am Dienstag beantragt, dass Tichanowskaja ausgeliefert wird, weil ihr zur Last gelegt wird, gewaltsame Straßenausschreitungen geplant zu haben. Tichanowskajas Unterstützer wiesen die Vorwürfe zurück.

Tichanowskaja hatte nach ihrer Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl vom 9. August Zuflucht in Litauen gesucht. Offiziellen Ergebnissen zufolge unterlag sie bei der Wahl mit zehn Prozent der Stimmen dem autoritären Präsidenten Lukaschenko. Die Opposition hält die Wahl für manipuliert. Der Westen hat die Austragung der Wahl und das brutale Vorgehen gegen Demonstranten verurteilt. Mehrere Monate lang wurde in Belarus gegen Lukaschenko protestiert. Seit dem Beginn der Proteste sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mehr als 30 000 Menschen festgenommen worden. Tausende seien geschlagen worden.

RND/AP

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