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Prognosen zu “Super Tuesday”: Biden liegt in neun Staaten vorn, Sanders in vier

  • Es ist eine überraschende Aufholjagd: Joe Biden liegt nach den ersten Prognosen zum “Super Tuesday” in neun Bundesstaaten vorn.
  • Sein schärfster Konkurrent, Bernie Sanders, kann demnach vier Staaten für sich gewinnen.
  • Dazu gehört offenbar auch der wichtige Staat Kalifornien.
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Washington. Im US-Präsidentschaftsrennen der Demokraten hat der frühere US-Vizepräsident Joe Biden bei den Vorwahlen am “Super Tuesday” eine unerwartete Siegesserie hingelegt. Nach Prognosen von TV-Sendern über den Ausgang von zunächst elf Vorwahlen gewann der moderate Kandidat in den Bundesstaaten North Carolina, Virginia, Alabama, Tennessee, Minnesota, Oklahoma, Arkansas und Massachusetts. Und schließlich sahen die Prognosen auch einen Sieg im wichtigen Bundesstaat Texas voraus. Das meldeten die Sender NBC und Fox News am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit).

Dem linken Senator Bernie Sanders sagen Fernsehsender zunächst drei Siege voraus: In seinem Heimat-Bundesstaat Vermont, in Colorado und in Utah. Bei der wichtigsten Vorwahl im Bundesstaat Kalifornien sahen Berechnungen schließlich ebenfalls Sanders vorne. Der Sender Fox News prognostizierte schon nach Auszählung weniger Stimmen einen Sieg Sanders'. Sein Wahlkampfteam erklärte ihn in einer E-Mail ebenfalls zum Gewinner.

Sollte sich dessen Sieg bestätigen, wäre das ein wichtiger Erfolg für den Senator aus Vermont. In Kalifornien geht es um 415 Delegiertenstimmen, die beim Nominierungsparteitag der Demokraten im Juli den Präsidentschaftskandidaten der Partei offiziell bestimmen werden, und damit um deutlich mehr als in den anderen 13 Bundesstaaten, in denen am Dienstag abgestimmt wurde. Sanders kann in Kalifornien auf breite Unterstützung bei Latinos bauen.

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Die Senatorin Elizabeth Warren steckte eine herbe Niederlage ein und kam in ihrem Heimat-Bundesstaat Massachusetts nach Prognosen nur auf Platz drei.

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Super Tuesday: US-Demokraten vor wichtigstem Vorwahl-Tag
2:04 min
Sanders liegt in vielen Umfragen vorne, Biden wird nun von den ausgestiegenen Klobuchar und Buttigieg unterstutzt.  © Reuters

Mit Abstimmungen in 14 Bundesstaaten war der “Super Tuesday” der wichtigste Tag im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten auf der Suche nach einem Herausforderer für Amtsinhaber Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl im November.

Beim "Super Tuesday" ging es insgesamt um die Stimmen von 1344 Delegierten für den Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer. Das ist mehr als ein Drittel aller regulären Parteitagsdelegierten.

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Allein in Kalifornien ging es am Dienstag um 415 Delegierte, in Texas um 228. Für die Nominierung als Präsidentschaftskandidat beim Parteitag in Milwaukee (Wisconsin) im Sommer braucht ein Bewerber 1991 von 3979 regulären Delegierten.

Republikaner sagten Vorwahlen in mehreren Bundesstaaten ab

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Trump hat innerhalb seiner Partei keine ernstzunehmende Konkurrenz. Die Republikaner haben daher in mehreren Bundesstaaten ihre Vorwahlen abgesagt. Am Dienstag hielten sie aber auch in fast allen "Super Tuesday"-Staaten Vorwahlen ab. Bis auf in Kalifornien - wo zunächst keine Ergebnisse vorlagen - erklärte Trump sich in allen Bundesstaaten zum Sieger.

Vor dem "Super Tuesday" hatte Sanders bei den Demokraten nach vier Vorwahlen in Führung gelegen. Auch in nationalen Umfragen steht der 78-Jährige an der Spitze. Zuletzt hatte am Samstag allerdings Biden (77) im südlichen Bundesstaat South Carolina deutlich gewonnen. Am Abend vor dem "Super Tuesday" hatte Biden zudem einen kräftigen Schub bekommen: Die ausgeschiedenen demokratischen Präsidentschaftsbewerber Pete Buttigieg, Amy Klobuchar und Beto O'Rourke riefen ihre Anhänger dazu auf, seine Kandidatur zu unterstützen.

Mit Spannung war erwartet worden, wie der Milliardär Michael Bloomberg in den "Super Tuesday"-Staaten abschneiden würde. Einen ersten Sieg konnte er zwar im Außengebiet Amerikanisch-Samoa verzeichnen - dort ging es allerdings lediglich um sechs Delegiertenstimmen. Der 78-Jährige stand am Dienstag erstmals auf den Wahlzetteln.

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Biden am “Super Tuesday” laut Prognosen an der Ostküste stark
1:11 min
Am “Super Tuesday” liefern sich Joe Biden und Bernie Sanders ein enges Rennen.  © Reuters

Vorwahlen ziehen sich noch bis Juni hin

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Nach dem "Super Tuesday" wird noch nicht entschieden sein, welcher Bewerber die Nominierung gewinnt. Die Abstimmungen sind dennoch enorm wichtig, da ein Bewerber sich klar vom Rest absetzen und dies seine Nominierung deutlich wahrscheinlicher machen könnte. Zudem haben die demokratischen Anwärter die Möglichkeit zu zeigen, ob sie - bei der Abstimmung in einer Vielzahl von Staaten mit sehr vielfältiger Bevölkerung - eine breite Wählerschaft ansprechen können.

Die Vorwahlen ziehen sich insgesamt noch bis Juni hin, bevor die Nominierungsparteitage der Parteien anstehen. Die Republikaner werden im August formell Trump zu ihrem Präsidentschaftskandidaten küren.

RND/dpa

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