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Süddeutschland: Ab 35 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gilt Vorwarnstufe

  • In Süddeutschland wollen Bundesländer ihre Grenzwerte für eine Corona-Infektionswarnung senken.
  • In Bayern und Baden-Württemberg heißt es dann bei 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen “Alarmstufe gelb”.
  • Die Behörden sollen das Infektionsgeschehen dann genau beobachten und die Corona-Tests ausweiten.
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Stuttgart. Baden-Württemberg und Bayern haben ein Konzept zur Bekämpfung des Coronavirus auf Landkreisebene vorgelegt.

Demnach gilt eine Vorwarnstufe ab einem Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen (“Alarmstufe gelb”), heißt es in Stuttgart. Die Behörden sollen das Infektionsgeschehen dann genau beobachten, die Menschen zur besonderen Vorsicht mahnen und die Corona-Tests ausweiten.

Ab einem Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern müssen konkrete Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergriffen werden, die bis hin zu Ausgangsbeschränkungen reichen können.

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Das Konzept geht zurück auf einen Beschluss des Bundes und der Länder vom 6. Mai. Damals hatte man sich darauf geeinigt, dass angesichts der regional unterschiedlich hohen Infektionszahlen künftig wieder stärker vor Ort über Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie entschieden werden soll.

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Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte, man habe beim Coronavirus nach wie vor keine klare Sicht. Weder Politik noch Wissenschaft wüssten genau, was der richtige Weg im Umgang mit dem Virus sei.

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Die meisten neuen Ansteckungen in den vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner gab es Stand Montagabend in Pforzheim mit einem Wert von 14,3. Für ganz Baden-Württemberg lag der Wert bei 4,5 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen.

Auch Bayern verschärft seinen Grenzwert im Frühwarnsystem für die Corona-Neuinfektionen. Das Landeskabinett setzte den Grenzwert auf 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis herab, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag in München mitteilte. Das Frühwarnsystem sei ein “probates Mittel”, um lokale Ausbruchsgeschehen schnell zu erkennen.

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Bund und Länder hatten sich auf den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner geeinigt. Auch das Land Berlin hält dies für zu viel und hat ein eigenes Warnsystem entwickelt, das bereits bei 30 auf Rot schaltet.

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Herrmann sagte in München: "Das Virus ist nicht besiegt, also wird es diese lokalen Ausbrüche immer wieder geben." Die frühzeitige Erkennung von Hotspots sei in der aktuellen Phase der Pandemie sehr wichtig.

RND/cle/dpa

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