Sudan: Prominente Aktivisten in der Nacht festgenommen

  • In der Nacht zu Dienstag sollen sudanesische Sicherheitskräfte drei prominente Vertreter der Demokratiebewegung im Land festgenommen haben.
  • Das berichteten Familienangehörige.
  • Zuvor war der beim Militärputsch abgesetzte Ministerpräsident Abdullah Hamduk nach Hause entlassen worden.
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Kairo. Sudanesische Sicherheitskräfte haben drei prominente Vertreter der Demokratiebewegung im Land festgenommen. Das erklärten Familienangehörige der Betroffenen und Aktivisten am Mittwoch.

Zu den nächtlichen Festnahmen in der Hauptstadt Khartum kam es nur Stunden nachdem das Militär dem abgesetzten Ministerpräsidenten Abdullah Hamduk und dessen Frau die Rückkehr nach Hause gestattet hatte. Hamduk war am Montag im Zuge des Militärputsches zusammen mit weiteren Regierungsvertretern festgenommen worden.

Bei den über Nacht festgenommenen Aktivisten handelt es sich den Angaben zufolge um Ismail al-Tadsch von der Sudanese Professionals' Association, Sedik al-Sadik al-Mahdi von der Umma-Partei, Bruder der Außenministerin Mariam al-Mahdi, sowie um Chalid al-Silaik, früherer Medienberater des Ministerpräsidenten. Chalid al-Silaik wurde nach Angaben seiner Ehefrau nur wenige Augenblicke, nachdem er dem Fernsehsender Al-Jazeera ein Interview gegeben hatte, festgenommen.

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Das Militär im Sudan hatte am Montag geputscht. General Abdel-Fattah Burhan erklärte wenige Stunden nach der Festnahme Hamduks den Ausnahmezustand und teilte mit, das Übergangskabinett und der regierende Souveränitätsrat seien aufgelöst. Am Dienstag kündigte Burhan dann die Freilassung Hamduks an.

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Dieser befinde sich bei guter Gesundheit in seinem, Burhans, Haus, sagte der General. Anderen Festgenommenen drohte er Gerichtsverfahren an und sagte, einige hätten versucht, eine Rebellion in der Armee anzuzetteln.

RND/AP

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