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Sturm aufs Kapitol: Pelosi holt Trump-Kritikerin Cheney in Untersuchungsausschuss

  • Nancy Pelosi, die demokratische Vorsitzende im US-Repräsentantenhaus, hat Liz Cheney für den Untersuchungsausschuss nominiert, der den Sturm aufs Kapitol aufarbeiten soll.
  • Cheney gehört den Republikanern an und gilt als starke Trump-Kritikerin.
  • Sie sagte, sie fühle sich von der Nominierung geehrt.
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Washington. In den USA formiert sich der parlamentarische Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Unruhen am US-Kapitol Anfang Januar - gegen den entschlossenen Widerstand der Republikaner. Die demokratische Vorsitzende im US-Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, nominierte am Donnerstag neben sieben ihrer Parteikollegen auch die republikanische Trump-Kritikerin Liz Cheney für das Gremium.

Cheney war bis vor kurzem die Nummer drei in der republikanischen Fraktion im Repräsentantenhaus. Wegen ihrer Kritik an Ex-Präsident Donald Trump verlor sie aber ihren Posten. Sie war eine von nur zwei republikanischen Abgeordneten, die bei einer Abstimmung am Mittwoch die Bildung des Untersuchungsausschusses zu den Ereignissen am Kapitol am 6. Januar unterstützten.

Anhänger Trumps hatten damals das Parlamentsgebäude gestürmt, um die Bestätigung des Wahlsieges von Joe Biden zu verhindern. Fünf Menschen starben, Dutzende wurden verletzt.

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Die republikanische Parteiführung will die Unruhen nicht weiter untersuchen lassen. Der Fraktionschef im Repräsentantenhaus, Kevin McCarthy, drohte seinen Parteikollegen, sie würden ihre Aufgaben in den parlamentarischen Ausschüssen verlieren, wenn sie die Nominierung Pelosis annähmen, wie aus Parteikreisen verlautete.

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Cheney sagte, sie fühle sich geehrt

Cheney sagte aber, sie fühle sich geehrt, an den Ermittlungen mitzuwirken. Der Kongress habe die Verpflichtung, den schwersten Angriff auf das Kapitol seit dem Jahr 1814 vollständig aufzuklären.

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Einen überparteilichen Untersuchungsausschuss lehnten die Republikaner ab. Pelosi trieb daraufhin den jetzigen Ausschuss voran, in dem sie acht der 13 Mitglieder benennen kann. Auch bei den anderen fünf kann sie mitbestimmen, muss aber mit McCarthy darüber sprechen. Allerdings ist nach den kolportierten Aussagen McCarthys unklar, ob sich außer Cheney überhaupt ein Republikaner beteiligen wird.

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Den Vorsitz übernimmt Bennie Thompson, der im Repräsentantenhaus den Ausschuss für Heimatschutz leitet.

RND/AP

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