Bericht des US-Senats: Behörden hatten Hinweise vor dem Sturm aufs Kapitol

  • Am 6. Januar stürmten Anhänger des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump das Kapitol in Washington.
  • Der US-Senat hat einen Bericht veröffentlicht, demzufolge verschiedene Sicherheitsbehörden in den Wochen zuvor Hinweise auf die Gefahrenlage hatten.
  • Dennoch wurde die Polizei des Kapitols von den Angreifern überrannt.
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Washington. US-Sicherheitsbehörden hatten nach einem neuen Bericht des US-Senats vor der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar Hinweise auf einen möglicherweise bevorstehenden Angriff.

Der nachrichtendienstliche Arm der Kapitols-Polizei (IICD) sei sich des Gewaltpotentials „in den Tagen und Wochen vor dem 6. Januar“ bewusst gewesen, hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten überparteilichen Bericht von zwei Senats-Ausschüssen.

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Trump Anhänger stürmen das Kapitol - mindestens vier Tote
1:49 min
In Washington sind Proteste von Anhängern des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump gegen Joe Bidens Wahlsieg mit einem Sturm auf das Parlament eskaliert.  © Reuters
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Kommunikation der Kapitols-Polizei war „nicht vorhanden“

Kritische Informationen über die Bedrohung seien nicht weitergegeben worden. Die Führung der Kapitols-Polizei sei außerdem schlecht vorbereitet gewesen. Während des Angriffs sei die Kommunikation chaotisch, sporadisch und nach Darstellung vieler Polizisten „nicht vorhanden“ gewesen.

Anhänger des damaligen Präsidenten Donald Trump hatten am 6. Januar den Sitz des US-Kongresses in Washington erstürmt, nachdem der Republikaner seine Unterstützer zuvor bei einer Rede mit Wahlbetrugsbehauptungen aufgestachelt hatte. Die Kapitols-Polizei wurde überrannt.

Weder FBI noch Heimatschutz warnten vor der Bedrohung

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In dem Bericht vom Dienstag hieß es, die Untersuchung des Angriffs habe eine ganze Reihe von Fehlern der Sicherheitsbehörden zutage gebracht. So hätten beispielsweise weder die Bundespolizei FBI noch das Heimatschutzministerium vor der Bedrohung gewarnt, obwohl es im Internet Aufrufe zur Gewalt gegeben habe.

Der 128-seitige Bericht ging nicht näher auf die Rolle Trumps bei dem Angriff ein. Der damalige Präsident hatte den Mob erst spät dazu aufgerufen, sich aufzulösen. Der Sender CNN berichtete, der Senats-Bericht sei vorsichtig formuliert worden, um die Unterstützung sowohl der Demokraten als auch der Republikaner zu erhalten.

RND/dpa

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