Sturm auf Kapitol: Polizist Sicknick starb an Schlaganfall

  • Die Kapitol-Polizei hatte den Tod des Polizisten Brian Sicknick zunächst mit den Verletzungen in Zusammenhang gestellt, die er im Dienst während des Sturms auf das US-Kapitol erlitten hatte.
  • Gerichtsmedizinern zufolge starb Sicknick aber an einem Schlaganfall.
  • Es wurde jedoch nicht ausgeschlossen, dass die Ereignisse am Kapitol zum Tod des Mannes beigetragen haben könnten.
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Washington. Der nach der Erstürmung des US-Kapitols ums Leben gekommene Polizist Brian Sicknick ist Gerichtsmedizinern zufolge eines natürlichen Todes gestorben. Er habe einen zweifachen Schlaganfall erlitten, berichteten US-Medien unter Berufung auf einen am Montagabend (Ortszeit) veröffentlichten Autopsiebericht des leitenden Gerichtsmediziners in Washington.

Sicknick war mehrere Stunden nach dem Sturm gewaltbereiter Anhänger des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump auf das Kapitol am 6. Januar zusammengebrochen und am Tag darauf gestorben. Die Kapitol-Polizei hatte seinen Tod im Januar zunächst in Zusammenhang mit Verletzungen gestellt, die er im Dienst erlitten habe.

Im März wurden zwei Männer wegen des Angriffs auf Sicknick festgenommen. Medienberichten zufolge hatten sie den 42 Jahre alten Beamten mit Bärenspray besprüht.

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Es habe keine allergische Reaktion auf ein chemisches Spray nachgewiesen werden können, sagte der leitende Gerichtsmediziner Francisco J. Diaz der „Washington Post“ nun. Weiter hieß es, es habe bei der Autopsie keine Anzeichen für innere oder äußere Verletzungen bei Sicknick gegeben.

Der Mediziner schloss allerdings nicht aus, dass die Ereignisse am Kapitol zum Tod des Polizisten beigetragen haben könnten. Sicknick sei unter den Beamten gewesen, die sich mit dem Mob auseinandersetzten und all das habe in Bezug auf seinen Zustand eine Rolle gespielt, wurde der Mediziner zitiert.

Die Kapitol-Polizei akzeptierte die Ergebnisse des Berichts. „Das ändert nichts an der Tatsache, dass der Beamte Sicknick bei der Ausübung seines Amtes starb und er mutig den Kongress und das Kapitol verteidigte“, teilte die Behörde weiter mit. Bei den Krawallen kamen insgesamt fünf Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt.

RND/dpa

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