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  • Studium/Corona-Hilfe: 80.000 Anträge abgelehnt - Geldsorgen gab es schon vor Corona

Viele Anträge auf Corona-Hilfen von Studierenden abgelehnt - Geldsorgen nicht pandemiebedingt

  • Mehr als 80.000 Anträge auf Corona-Hilfen sind von Studierenden im Bundesbildungsministerium eingegangen.
  • Ein erheblicher Teil wurde abgelehnt, weil die finanzielle Notlage der Antragssteller nicht durch die Pandemie und ihre Folgen hervorgerufen worden sei.
  • Es zeigt sich: schon vor Corona waren viele Studierenden finanziell in Not.
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Berlin. Die Corona-Krise hat viele Studenten in finanzielle Nöte gebracht und macht nun einem Bericht zufolge auch deutlich, dass einige auch vorher schon akute Geldprobleme hatten. Zuletzt hatten Zahlen aus dem Bundesbildungsministerium gezeigt, dass von mehr als 80.000 Anträgen auf finanzielle Nothilfe, die von der Regierung wegen Corona bereitgestellt wurde, rund 26.000 abgelehnt wurden. Das habe in mehr als der Hälfte der Fälle daran gelegen, dass die Studenten keine Pandemie-bedingte Notlage wie beispielsweise einen Jobverlust nachweisen konnten, sagte der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, Achim Meyer auf der Heyde, dem “Handelsblatt”. “Das heißt aber nicht, dass sie nicht in einer Notlage sind, sondern dass diese schlicht schon vorher bestand” und die Betroffenen sich deshalb um die Sonderhilfe bemühten.

“Studienfinanzierung insgesamt im Argen”

Im Bericht wird auf die jüngste Sozialerhebung des Studentenwerks von 2019 verwiesen. Ein Prozent der Studierenden verfüge nur über maximal 400 Euro im Monat, vier Prozent zwischen 400 und 500 Euro und neun Prozent über 500 bis 600 Euro. "Das ist das Prekariat der Studierenden - und zeigt, dass die Studienfinanzierung insgesamt im Argen liegt", kritisierte Meyer auf der Heyde.

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Bei einem kleinen Teil der Antragsteller auf Corona-Zuschüsse stelle sich derzeit allerdings heraus, dass diese sehr wohl einen Anspruch auf Bafög hätten - ihn aber offenbar nicht gestellt haben, weil sie sich keine Erfolgsaussichten ausrechneten. Meyer auf der Heyde fordert die Personengruppe dringend auf, dies nachzuholen.

RND/dpa

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