Studie zum Corona-Ursprung: China lehnt Pläne der WHO ab

  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will herausfinden, was der Ursprung des Coronavirus ist.
  • China hat nun aber die zweite Phase einer entsprechenden Studie kategorisch abgelehnt.
  • Zeng Yixin, Vizeminister der nationalen Gesundheitskommission, zeigte sich „schockiert“ über die Theorie, das Virus könnte aus einem Labor in Wuhan entwichen sein.
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Peking. China hat einen Plan der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für eine zweite Phase einer Studie zum Ursprung des Coronavirus kategorisch abgelehnt. Es sei der Volksrepublik unmöglich, dieses Vorhaben zu akzeptieren, erklärte Zeng Yixin, der Vizeminister der nationalen Gesundheitskommission, am Donnerstag.

Er sei „schockiert“ über den WHO-Plan und insbesondere über die Theorie, dass das Virus aus einem Labor der chinesischen Regierung entwichen sein könnte. Es handele sich dabei um Gerüchte, die dem gesunden Menschenverstand und der Wissenschaft zuwiderliefen.

Die Suche nach dem Ursprung des Coronavirus ist zum diplomatischen Zankapfel geworden, der Chinas Beziehungen zu den USA und und zu anderen Staaten verschlechtert hat. Washington und andere werfen Peking Intransparenz im Umgang mit den Geschehnisse in der Anfangsphase der Pandemie vor.

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China beschuldigt Kritiker, Corona zu politisieren

China hält Kritikern hingegen vor, eine Angelegenheit zu politisieren, die Wissenschaftlern überlassen werden sollte.

Erst vergangene Woche hatte es WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus als vorschnell bezeichnet, eine mögliche Verbindung zwischen der Pandemie und einem möglichen Laborleck in Wuhan auszuschließen. In der chinesischen Stadt war die Krankheit Ende 2019 zuerst entdeckt worden.

Mit seiner Äußerung widersprach Tedros einem WHO-Bericht vom März, wonach ein Laborleck „extrem unwahrscheinlich“ sei. Stattdessen wurde vermutet, dass das Virus von Fledermäusen auf einen Zwischenwirt und von dort auf den Menschen übersprang.

RND/AP

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