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Reform der Bundesregierung

Studentenwerk warnt: Inflation frisst Bafög-Erhöhung auf

Studierende, die Bafög beziehen, haben derzeit wegen der hohen Inflation weniger von dem Geld (Symbolbild).

Berlin. Das Deutsche Studentenwerk warnt, die geplante Bafög-Erhöhung falle angesichts der Preissteigerung zu schwach aus und fordert die Bundesregierung auf, den Gesetzentwurf nachzubessern. „Die Inflation frisst die von der Bundesregierung angekündigte Bafög-Erhöhung sofort auf“, sagte der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, Matthias Anbuhl, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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„Vorgesehen ist ein Plus von 5 Prozent bei den Bedarfssätzen für Studierende mit Bafög, die Inflation lag aber schon im März bei mehr als 7 Prozent“, führte er aus.

„Das Bafög muss wirklich zum Leben reichen“

„Die Pläne der Bundesregierung sind an diesem Punkt deutlich zu kraftlos“, kritisierte Anbuhl. „Sie muss schleunigst nachlegen, wenn sie den Studierenden unter dem Strich keinen Kaufkraftverlust zumuten will.“ Konkret forderte der Generalsekretär: „Die Bafög-Bedarfssätze müssen um mindestens 10 Prozent erhöht werden. Das Bafög muss wirklich zum Leben reichen.“

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Der Gesetzentwurf, mit dem sich am Mittwoch das Bundeskabinett befassen soll, sieht vor, den Bafög-Satz für Studierende wegen gestiegener Lebenshaltungskosten von 427 auf 449 Euro im Monat anzuheben. Wer nicht mehr bei den Eltern lebt, soll zudem 360 statt 325 Euro für die Miete bekommen. Die Wohnpauschale für diejenigen, die noch zu Hause leben, steigt von 56 auf 59 Euro.

In diesem Jahr profitieren alle durch Bafög geförderten Studierenden zudem von einem einmaligen Heizkostenzuschuss von 230 Euro, der Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung wegen der wirtschaftlichen Folgen des Kriegs in der Ukraine ist. Das Studentenwerk begrüßt das, verweist aber darauf, dass die meisten jungen Menschen an Universitäten und Fachhochschulen davon gar nicht profitieren.

Nur 11 Prozent der Studierenden erhalten Bafög

Der Grund: Nur noch 11 Prozent der Studierenden bekommen überhaupt Bafög. Von ihnen erhält etwa die Hälfte die volle Förderung. Dem Trend, dass die Zahl der Bafög-Empfänger seit zehn Jahren zurückgeht, will die Bundesregierung mit einer deutlichen Erhöhung der Freibeträge um 20 Prozent entgegenwirken. Dabei geht es darum, wie stark eigenes Einkommen, Vermögen und das Einkommen der Eltern auf einen möglichen Bafög-Anspruch angerechnet werden.

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Der Zugang zum Bafög solle „wieder für deutlich breitere Schichten der Bevölkerung“ geöffnet werden, heißt es im Gesetzentwurf von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP). Auch das Studentenwerk lobt, die Bundesregierung sei an dieser Stelle deutlich „mutiger“ als bei der Erhöhung der Bedarfssätze.

„Die Erhöhung der Elternfreibeträge um 20 Prozent und die Anhebung der Altersgrenze auf 45 Jahre sind wichtige, große Schritte“, sagte Generalsekretär Anbuhl. „Sie können einen Beitrag dazu leisten, dass mehr Studierende künftig Bafög bekommen.“

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