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„Ungerechtester Frieden besser als gerechtester Krieg"

„Unfassbar widerwärtig“ und „irre“: Strack-Zimmermann kritisiert Politikwissenschaftlerin nach Ukraine-Aussage

Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Archivbild).

Berlin. Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat auf Twitter die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot scharf angegriffen. Die Professorin der Universität Bonn hatte sich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen und erklärt, der „ungerechteste Frieden“ sei besser als der „gerechteste Krieg“.

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Guérot hatte zuvor ihre Unterstützung für den offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz geäußert, in dem sich zahlreichen Prominente gegen Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen hatten. Auf Twitter schrieb sie weiter: „Wie viel Leid wollen wir noch hochskalieren, bis wir endlich Frieden schaffen? Der ungerechteste Frieden ist besser als der gerechteste Krieg.“ Dem fügte sie einen Link zu einem Youtube-Video an, das am Freitagmorgen nicht mehr erreichbar war.

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Marie-Agnes Strack-Zimmermann reagierte mit deutlichen Worten auf die Äußerung. „Frau Guérot, Professorin auf Abwegen, legt dar, warum es besser ist, Ukraine auszulöschen. Das ist so unfassbar widerwärtig. Und so jemand hat Lehrstuhl Universität Bonn inne und natürlich offenen Brief gezeichnet. Irre“, schrieb die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der Bundesregierung.

Guérot rechtfertigte sich nach der Kritik von Strack-Zimmermann: „Sie legen mir Worte in den Mund, die ich nicht gesagt habe. Es wäre für eine Liberale angemessener, wenn Sie meine Meinung nicht persönlich, sondern sachlich kritisierten und davon absähen, mich bei meinem Arbeitgeber öffentlich zu diffamieren.“ Strack-Zimmermann erwiderte jedoch: „Wenn man sich die ganze Sendung ansieht und dazu noch Ihre jüngsten Äußerungen dazu nimmt, lege ich Ihnen nichts in Ihren Mund.“

Die FDP-Politikerin warf Guérot zudem vor, Unwahrheiten in der Sendung verbreitet zu haben. „Es ist völkerrechtlich nicht umstritten, ob wir bei der Lieferung schwerer Waffen Kriegspartei werden, völkerrechtlich ist es absolut eindeutig, dass wir es nicht werden“, machte Strack-Zimmermann klar. Der Völkerrechtler Philipp Dürr von der Uni Bonn erklärte, er habe Guérot schon mehrfach ins Institut für Öffentliches Recht eingeladen, „um ihr mal rechtliche Basics zu erläutern“. An Fakten scheine wenig Interesse zu bestehen, schrieb er bei Twitter.

Strack-Zimmermann gehört zu den Befürwortern und Befürworterinnen schwerer Waffenlieferungen an die Ukraine. Sie hatte wiederholt eine stärkere militärische Unterstützung des Landes gefordert. In einem TV-Interview sagte sie, dass die Ukraine sich in einem „Stellvertreterkrieg“ für die Ordnung Europas, wie wir sie kennen, einsetze.

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RND/ag/scs

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