• Startseite
  • Politik
  • “Stoppt die Auszählung!” - die internationale Politik 2020 in Zitaten

“Stoppt die Auszählung!” - die internationale Politik 2020 in Zitaten

  • Neben der weltweiten Bewältigung der Corona-Pandemie prägte die internationale Politik vor allem ein Thema: die US-Wahl und ihre Folgen.
  • “Stoppt die Auszählung” forderte etwa Donald Trump immer wieder.
  • Welche anderen Zitate die internationale Politik 2020 auch prägten, lesen Sie hier.
Anzeige
Anzeige
  • Der inzwischen gewählte Präsident Joe Biden am 3. Januar zur gezielten Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch das US-Militär im Irak: „Präsident Trump hat soeben eine Stange Dynamit in ein Pulverfass geworfen.“
  • Klimaaktivistin Greta Thunberg am 21. Januar auf der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos zum Kampf gegen die Klimakrise: „Unser Haus brennt noch immer. Eure Untätigkeit heizt die Flammen stündlich an. Wir sagen euch immer noch, dass ihr in Panik geraten und so handeln sollt, als ob ihr eure Kinder über alles liebt.“
Video
Greta Thunberg und Luisa Neubauer streiken in Davos
1:19 min
Auch beim Weltwirtschaftsforum wird freitags gestreikt: Greta Thunberg und Luisa Neubauer führen einen Klimaprotest in Davos an.  © AFP
  • Der ehemalige EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker am 13. Februar bei der Preisverleihung des Fachmagazins “Politik und Kommunikation”: „Ich habe noch ein Büro in der EU-Kommission in Brüssel im 8. Stock, Ursula von der Leyen sitzt im 13. Stock. Wir sind wie die zwei Päpste im Vatikan. Ich bin der Ratzinger von Ursula von der Leyen.“
  • Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am 15. Februar auf der Münchner Sicherheitskonferenz nach dem gescheiterten Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump, das durch ein Telefonat beider Politiker ausgelöst wurde: „Als ich Schauspieler war, wollte ich unbedingt einen Oscar bekommen und in den USA populär werden. Und jetzt bin ich in den USA bekannt, aber [so] wollte ich das nicht.“
  • US-Präsident Donald Trump am 26. Februar in einem Pressebriefing über Impfstoffe gegen Sars-CoV-2: „Es ist in etwa wie die normale Grippe, gegen die wir Impfungen haben. Und im Prinzip werden wir dafür ziemlich schnell eine Grippeimpfung bekommen.“
  • Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte am 21. März bei der Ankündigung, angesichts der Corona-Pandemie die gesamte nicht lebensnotwendige Produktion zu schließen: „Es ist die schwerste Krise für das Land seit dem Zweiten Weltkrieg.“
Anzeige
  • Der Generalsekretär der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Angel Gurría, am 21. März in einer Erklärung: „Dies ist der dritte und bislang größte wirtschaftliche, finanzielle und soziale Schock des 21. Jahrhunderts und erfordert moderne, globale Anstrengungen, die dem Marshallplan und dem New Deal des letzten Jahrhunderts entsprechen.“
  • Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am 16. April im ZDF-”heute journal” zum Stopp der US-Beitragszahlungen an die Weltgesundheitsorganisation: „In so einer Phase die WHO in Frage zu stellen oder ihre Finanzierung zu kappen, das ist so, als wenn man aus einem fliegenden Flugzeug den Piloten rausschmeißen würde.“
  • Der Schwarze George Floyd am 25. Mai in der US-Stadt Minneapolis, Bundesstaat Minnesota, während ein weißer Polizist mehrere Minuten auf seinem Hals kniet: „I can’t breathe (Ich kann nicht atmen)!“
  • Die demokratische Bürgermeisterin von Atlanta, Keisha Lance Bottoms, am 2. Juni im Sender CNN über Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu den Protesten nach dem Tod von George Floyd: „Amerika ist ein Pulverfass. Und Donald Trumps Zunge ist im Moment eine Flamme. Jedes Mal, wenn er seinen Mund aufmacht, schmeißt er ein weiteres Streichholz aufs Feuer.“
Video
Abschied von George Floyd
1:40 min
Mit einem bewegenden Trauergottesdienst haben in Houston Angehörige, Freunde und Bürgerrechtler von dem getöteten Afroamerikaner George Floyd Abschied genommen.  © Reuters
  • Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron am 14. Juni bei einer TV-Ansprache zur internationalen Debatte um Kolonial- und Sklavereigeschichte: „Die Republik wird keine Spur und keinen Namen ihrer Geschichte löschen. Die Republik wird keine Statuen abbauen.“
  • Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am 14. August auf Arabisch bei Twitter (Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten zuvor die Aufnahme diplomatischer Beziehungen angekündigt): „Herzlich Willkommen meinen neuen Followern aus den Emiraten und den Golfstaaten!“
  • Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko am 16. August auf einer Kundgebung seiner Anhänger in Minsk: „Ich werde es nicht zulassen, dass unser Land aufgegeben wird, selbst wenn ich tot bin.“
  • US-Senator Bernie Sanders am 18. August auf dem virtuellen Parteitag der US-Demokraten über den Umgang der US-Regierung mit der Corona-Pandemie: „Nero fiedelte, als Rom brannte. Trump spielt Golf.“
  • Die damalige Kandidatin der Demokraten für den Vizepräsidenten-Posten, Kamala Harris, am 27. August bei einem TV-Auftritt zu Rassismus in den USA: „Die Realität ist, dass das Leben einer schwarzen Person in Amerika nie als vollwertiges Menschenleben angesehen wurde.“
  • US-Präsident Donald Trump am 10. September bei einem Wahlkampfauftritt in Freeland im Bundesstaat Michigan: „Ich denke, wir haben in der Pandemie vermutlich einen besseren Job als jedes andere Land gemacht, auf jeden Fall unter den großen Ländern der Welt.“
  • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am 16. September mit Blick auf die Entwicklung und Verteilung eines möglichen Impfstoffs gegen das Coronavirus in einer Rede zur Lage der Europäischen Union: “Impfstoffnationalismus gefährdet Leben. Nur Impfstoffkooperation rettet sie.“
  • Der damalige demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden am 29. September bei der ersten Fernsehdebatte vor der US-Wahl am 3. November, nachdem ihm Präsident Donald Trump zum wiederholten Mal ins Wort gefallen war: „Würden Sie mal die Klappe halten, Mann?“
Video
Chaotisches TV-Duell zwischen Trump und Biden
3:40 min
Die etwa 90-minütige Debatte war geprägt von gegenseitigen Beleidigungen und persönlichen Angriffen, streckenweise verlief sie regelrecht chaotisch.  © Reuters
Anzeige
  • Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, am 7. Oktober im Fernsehsender ABC in Anspielung auf den Coronavirus-Ausbruch im Weißen Haus: „Ich werde nicht in die Nähe des Weißen Hauses gehen. Es ist einer der gefährlichsten Orte im Land, sowohl wegen des von dort ausgehenden Angriffs auf die Wahrheit als auch auf die Gesundheit.“
  • Der SPD-Europaabgeordnete Bernd Lange am 15. Oktober zu den Chancen auf einen EU-Handelsvertrag mit Großbritannien nach der Brexit-Übergangsphase: „Ich bemühe ja gerne das deutsche Liedgut: Entweder Katja Ebstein: ‘Wunder gibt es immer wieder’ oder Christian Anders: ‘Es fährt ein Zug nach nirgendwo’.“
  • Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am 26. Oktober zum Streit mit Frankreich um das Recht, den Propheten Mohammed zu karikieren: „Die Muslime erleben heute eine ähnliche Lynchkampagne, wie sie gegen Juden in Europa zur Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg geführt wurde.“
  • Tweet des US-Präsidenten Donald Trump am 4. November, der später von Twitter mit einem Warnhinweis versehen wurde: „Gestern Abend habe ich in vielen Schlüsselstaaten oft solide geführt (...). Dann, einer nach dem anderen, begannen sie auf magische Weise zu verschwinden. Sehr merkwürdig.“
  • US-Präsident Donald Trump fordert am 5. November auf Twitter das Ende der Stimmenauszählung nach der Präsidentschaftswahl: „Stoppt die Auszählung!“
  • Präsidentensohn Donald Trump Jr. am 5. November auf Twitter: „Das Beste für die Zukunft Amerikas ist, wenn Donald Trump wegen dieser Wahl in den totalen Krieg zieht (...). Es ist an der Zeit, dieses Chaos aufzuräumen und nicht mehr wie eine Bananenrepublik auszusehen!“
  • Andrew Bates, Sprecher von Joe Bidens Wahlkampfteam, am 6. November zu Befürchtungen, dass US-Präsident Donald Trump eine drohende Wahlniederlage nicht eingestehen könnte: „Die Regierung der Vereinigten Staaten ist durchaus in der Lage, Eindringlinge aus dem Weißen Haus zu eskortieren.“
  • Österreichs Kanzler Sebastian Kurz am 14. November, als er einen zweiten Corona-Lockdown für das Land ankündigt: „Meine eindringliche Bitte für die nächsten Wochen ist: Treffen Sie niemanden! Jeder soziale Kontakt ist einer zu viel.“
  • Die Kandidatin des gewählten US-Präsidenten Joe Biden für das Amt der UN-Botschafterin, Linda Thomas-Greenfield, am 24. November in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware: „Amerika ist zurück. Multilateralismus ist zurück. Diplomatie ist zurück.“

Berlin. RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen