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  • Stephan Weil (SPD) erntet Kritik für Inlandsflug und Reise ins Hochinzidenzgebiet Portugal

Inlandsflug und Hochinzidenz: Niedersachsens Ministerpräsident Weil erntet Kritik für geplante Portugal-Reise

  • Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) plant eine Delegationsreise nach Portugal.
  • Das Land ist Partnerland der Hannover-Messe 2022 – und derzeit Hochinzidenzgebiet.
  • Er erntet Kritik, auch weil auf seinem Reiseplan außerdem ein Kurzstreckenflug innerhalb Deutschlands steht.
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Hannover. Während der Corona-Pandemie sind die Reisen auch in der Politik abgeebbt. Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, plant nun aber eine Delegationsreise nach Portugal für den Oktober. Portugal ist das Partnerland der Hannover-Messe 2022. Doch die Corona-Zahlen sind hoch und Portugal gilt derzeit als Hochinzidenzgebiet. Da wird Kritik am Ministerpräsidenten laut, auch wenn die Zahlen leicht sinken.

Gegenüber der „Neuen Presse“ erklärte die Staatskanzlei, man würde die Inzidenzen beobachten. „Sollte die Reise aus Infektionsschutzgründen abgesagt werden müssen, werden wir das selbstverständlich tun“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Kathrin Riggert der „NP“.

Das Infektionsgeschehen sei aber unvorhersehbar. Entscheidend für die Entwicklung in den kommenden Wochen sei auch die Impfquote.

Aber nicht nur das Reiseziel sorgt für Verwunderung, auch der Weg dorthin erntet Kritik. Es gibt keinen Direktflug von Hannover nach Lissabon. Deshalb will Weil einen Zwischenstopp in Frankfurt am Main einlegen. Das kritisieren vor allem die Grünen:

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„Die Reiseplanung mit einem überflüssigen Kurzstreckenflug von Hannover nach Frankfurt macht deutlich, wie wenig Klimaschutz bei der Landesregierung in der Praxis mitgedacht wird. Dabei gehen dem Ministerpräsidenten Worte zum Klimaschutz inzwischen durchaus leicht über die Lippen“, äußerte Julia Willie Hamburg, Fraktionsvorsitzende der Grünen, dem Bericht zufolge. Die Fahrt mit einem ICE sei die bessere Wahl. Die Fraktion hatte die Reise aus terminlichen Gründen bereits im Vorfeld abgesagt – wäre aber mit dem Zug nach Frankfurt gereist.

RND/lr

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