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  • Steinmeier im Urlaub: Kritik für Fotos aus Südtirol ohne Maske und Abstand - so äußert er sich zu dem Vorfall

Steinmeier: Urlaubsfoto ohne Abstand und ohne Maske

  • Das Foto stammt von Ende Juli, doch gerade bei Gegnern der Corona-Maßnahmen wird der Bundespräsident scharf dafür kritisiert: Steinmeier auf einem Gruppenfoto in Südtirol ohne Maske.
  • Und das, wo er zuletzt die Demonstranten in Berlin getadelt hat für den fehlenden Mund-Nasen-Schutz.
  • Nun hat sich das Präsidialamt dazu geäußert.
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Berlin. Es passierte im Südtirol-Urlaub von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Bei einem Treffen mit Landeshauptmann Arno Kompatscher wird ein Gruppenfoto gemacht, das anschließend unter anderem auf der Webseite suedtirolnews.it erscheint. Auf dem Foto sind die beiden Politiker mit Musikern zu sehen. Doch trotz Corona-Pandemie halten die Abgebildeten weder Abstand ein noch tragen sie einen Mund-Nasen-Schutz.

Das hatten insbesondere Gegner der Corona-Schutzmaßnahmen in den sozialen Medien massiv kritisiert. Auch die umstrittene Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach twitterte vor wenigen Tagen, ob denn die Corona-Schutzmaßnahmen nicht für den Bundespräsidenten gelten würden.

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Schon direkt nach der Veröffentlichung des Fotos reagierte Landeshauptmann Kompatscher, wie etwa die “Neue Südtiroler Tageszeitung” berichtete: “Das war gedankenlos und nicht vorbildhaft”, sagte er und erklärte, er ärgere sich insbesondere deshalb darüber, weil alle vorher am Tisch noch eine Maske getragen hätten. Nun hat sich auch das Bundespräsidialamt zu dem Vorfall geäußert.

Das Foto zeige eine kurze Begegnung im Anschluss an das Gespräch mit Kompatscher, lässt Steinmeier der “Welt” mitteilen. “Der Bundespräsident achtet auch im Urlaub darauf, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten – und an Orten, an denen das nicht möglich ist, trägt er eine Mund-Nasen-Bedeckung”, zitiert die Zeitung weiter.

Dass das nicht immer “ideal klappt”, wie eben bei einem spontanen Wunsch “nach einem gemeinsamen Foto an der frischen Luft”, zeige umso mehr, wie wichtig es sei, “dass wir alle uns jeden Tag aufs Neue darauf besinnen, vorsichtig und achtsam zu sein”.

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Bürgermeister von Würzburg angezeigt

Für den Oberbürgermeister von Würzburg ging die Missachtung der Abstandsregeln weniger glimpflich aus. Weil er bei einem Foto mit den Würzburger Kickers den Corona-Mindestabstand nicht einhielt, hat sich Christian Schuchardt (CDU) eine Anzeige eingehandelt. Ein Sprecher der Regierung von Unterfranken bestätigte am Freitag, dass die Polizei eine entsprechende Anzeige an die Regierung weitergeleitet hatte.

Zuvor hatte die “Main Post” am Freitag darüber berichtet. “Wir haben die Stadt dazu angehört und werden uns in den kommenden Tagen dazu äußern”, sagte der Regierungssprecher.

Bedauert Fehler selbst

Das Gruppenfoto mit der Fußballmannschaft hatte Schuchardt zuvor schon Ärger in sozialen Medien eingehandelt. Das Bild “konterkariert leider unsere vielen Überlegungen in Sachen Corona-Schutz”, räumte Rathaus-Sprecher Georg Wagenbrenner in der “Main Post” ein.

Auch der Oberbürgermeister selbst bedauert den Fehler nach in einem Fernsehinterview, wie die Zeitung berichtete.

RND/dpa/das


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