Steinmeier gedenkt der Opfer des Überfalls auf die Sowjetunion

  • Am 22. Juni vor 80 Jahren begann der Überfall Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion.
  • Insgesamt fielen etwa 27 Millionen Menschen im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer.
  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Freitag der Opfer des deutschen Überfalls gedacht.
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Berlin. Rund 80 Jahre nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier der Millionen Opfer gedacht.

„Der deutsche Krieg gegen die Sowjetunion war eine mörderische Barbarei“, sagte er am Freitag in Berlin. „So schwer es uns fallen mag: Daran müssen wir erinnern!“ Die Erinnerung an dieses Inferno, die Feindschaft und die Entmenschlichung bleibe für alle Deutschen eine Verpflichtung und für die Welt ein Mahnmal.

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„Wir sollten erinnern, um zu verstehen, wie diese Vergangenheit in der Gegenwart fortwirkt“, forderte Steinmeier. „Nur wer die Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart lesen lernt, nur der wird zu einer Zukunft beitragen können, die Kriege vermeidet, Gewaltherrschaft ablehnt und ein friedliches Zusammenleben in Freiheit ermöglicht.“ Deutschland müsse alles für den Frieden mit und zwischen den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion tun.

Am 22. Juni jährt sich der Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion zum 80. Mal. Historiker schätzen die Zahl der Opfer auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion auf etwa 27 Millionen. Besonders stark von dem Vernichtungsfeldzug betroffen waren die heutigen Länder Belarus, Ukraine und Russland.

„Niemand hatte in diesem Krieg mehr Opfer zu beklagen als die Völker der damaligen Sowjetunion“, sagte Steinmeier. Diese Opfer aber seien nicht so stark in das kollektive Gedächtnis eingebrannt, wie ihr Leiden es fordere.

RND/dpa

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